Die weibliche B-Jugend des HSV Magdeburg geht aus dem Heimspielwochenende der Viertelfinalrunde um die Deutsche Meisterschaft lediglich mit einem Punkt heraus. Doch schon das Erreichen des Viertelfinales ist als Erfolg zu werten.

Stadtfeld l Während die Elbestädterinnen am Sonnabend nach einer eher mäßigen Leistung gegen die HSG Schwerte/Westhofen ein Unentschieden (19:19) erreichten, mussten sie sich am Sonntag nach 35 spannenden und gutklassigen Minuten am Ende noch deutlich mit 19:27 dem SV Henstedt/Ulzburg geschlagen geben.

Im ersten Spiel traf der HSV auf die HSG Schwerte/Westhofen. Gegen den Westfalenmeister zeigte die Heimsieben nicht unbedingt ihre beste Leistung. Dafür überzeugten die Sachsen-Anhalterinnen aber in puncto Einsatz- und Kampfbereitschaft. Die Partie lebte dementsprechend eher von der Spannung als von spielerischen Höhepunkten.

Sehr nervös startete der HSV und Schwerte ging verdient mit 3:1 in Führung. Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe die Gastgeberinnen zum ersten Mal in Front gingen - 8:7. Zur Pause stand es leistungsgerecht 11:11. Auch im zweiten Abschnitt blieb es absolut spannend. Immer wieder wechselte die Führung in der sehr torarmen zweiten Spielzeit. Am Ende stand ein absolut gerechtes 19:19 an der Anzeigetafel, mit dem der HSV aber nicht zufrieden war.

Am Sonntag sahen die Zuschauer in der Sporthalle der BbS Eike von Repgow dann ein ganz anderes Spiel. Diese erste Halbzeit gegen Henstedt/Ulzburg war eine der besseren Halbzeiten des HSV in dieser Saison. Die Gastgeberinnen, wie auch der Meister aus Hamburg/Schleswig-Holstein, zeigten einsatzfreudigen und ansehnlichen Handball. So übernahm die Heimsieben auch bis zum 4:3 die Führung. Danach hatte Henstedt einen kleinen Lauf und drehte die Partie (4:6) zu seinen Gunsten. Die Auszeit der Gastgeberinnen brachte wieder Ordnung ins Spiel und konsequenterweise die erneute Führung (8:7). Doch bis zur Pause gingen wieder die Gäste in Front (10:11).

Auch der zweite Durchgang blieb bis zum 13:15 (35. Minute) spannend, ehe beim doch dünn besetzten Kader der Magdeburgerinnen nach zwei sehr anstrengenden Spielen augenscheinlich die Luft ausging. Die einfachen Fehler häuften sich nun und die Gäste nutzten dies zu einfachen Toren, zogen unaufhaltsam davon. Die schlussendliche 19:27-Niederlage fiel aber etwas zu hoch aus, war aber absolut verdient.

Trotzdem war das für den HSV ein durchaus positives Wochenende, an dem die Eltern, Freunde und Fans, aber auch die gut agierenden jungen Schiedsrichter aus Altlandsberg neben den Aktiven ihren großen Anteil hatten. Diese Zwischenrunde dürfte somit schon frühzeitig zugunsten des SV Henstedt/Ulzburg entschieden sein.

Das Ziel für den HSV ist nun der zweite Platz. Und dafür muss am kommenden Sonntag ein Sieg bei der SG Schwerte/Westhofen her.

HSV: Pape, Körtge, Sippel - Treffkorn (2 Tore im 1. Spiel/2 Tore im 2. Spiel), Dreier 9/6, Jahns 0/0, Lübke 0/0, Scheler -/0, Paluszkiewicz 3/3, Podei 1/4, Zieger 0/-, Kopmann 1/3, Held 3/1)