Die Saison 2014/15 in den Fußball-Ligen des Landesverbandes neigt sich dem Ende entgegen. In gut fünfeinhalb Wochen ist der Spielbetrieb beendet. Ob dann schon alle Auf- und Absteiger feststehen, steht allerdings in den Sternen

Magdeburg l Knackpunkt bei der gesamten Berechnung ist die Oberliga. Da Dresden II und Chemnitz II sich am Saisonende aus der Oberliga Süd verabschieden, steigt eigentlich keine weitere Mannschaft ab, so dass auch alle Vertreter Sachsen-Anhalts, unabhängig von ihrer Endplatzierung in der Liga verbleiben.

Neuerdings sorgt aber die SG Union Sandersdorf für weiteren Gesprächsstoff. Zwar hat der Verein bereits am 4. März seine Meldung für die Oberliga abgegeben. Doch jüngste Äußerungen von Vereins-Präsident Uwe Störzner in der Mitteldeutschen Zeitung ließen aufhorchen. Bis spätestens Ende der kommenden Woche soll es eine Entscheidung geben. "Bis dahin müssen wir aber noch einige Gespräche führen", so der Vereinschef der Unioner.

Liebend gern würden es viele Anhänger und Mitglieder des Vereins sehen, wenn ihre sportlichen Lieblinge wieder in der für Union zuschauermäßig viel attraktiveren Verbandsliga mit vielen Derbys spielen würden. Allerdings würde der aktuelle Oberliga-Kader dann wohl kaum zusammenbleiben.

Zweiter Unruheherd ist Verbandsligist TSV Völpke. Nach Lage der Dinge würde der ehemalige Landespokalsieger in der Verbandsliga verbleiben. Doch gab es Gerüchte, wonach sich der Verein zurückziehen wolle. TSV-Trainer Ingo Hermanns am Volkstimme-Telefon: "Wir sollten uns auf Anfrage des Landesverbandes bis zum 30. April entscheiden, ob wir in der Liga bleiben wollen. Wir haben aber beim Verband um Aufschub bis Mitte Mai gebeten." Nutznießer eines eventuellen Rückzuges des TSV wäre Schlusslicht Schönebecker SC.

Geht man vom derzeitigen Stand zum Saisonende aus, würde es folgendes Szenario im Auf- und Abstiegsbereich geben: Aus der Verbandsliga (16 Mannschaften) steigt der Meister in die Oberliga auf (15). Der HFC zieht seine zweite Mannschaft aus dem Landes-Spielbetrieb zurück und ist erster Absteiger (14). Zweiter Absteiger ist das Schlusslicht (13). Da keiner aus der Oberliga zurückkommt, füllen drei Landesligisten die Staffeln auf: Die zwei Erstplatzierten und der Sieger einer Relegation der Meisterschaftszweiten (16).

Die Landesliga ist zudem noch ein zweites Mal Nutznießer des Szenarios. Von den 32 Mannschaften der zwei Staffeln steigen drei in die Verbandsliga auf und nur vier statt eigentlich sechs in die Landesklasse ab. Bleiben 25 Mannschaften über. Mit dem einen Verbandsliga-Absteiger und den sechs Staffelsiegern aus der Landesklasse hätten beide Staffeln wieder ihre Sollstärke von je 16 erreicht.

In den sechs Staffeln der Landesklasse kicken aktuell 95 Mannschaften, da in der Staffel 3 nur 15 Mannschaften beheimatet sind. Ziel ist es auch hier, im kommenden Spieljahr 2015/16 wieder mit sechs Staffeln a 16 Mannschaften, also 96 Teams, anzutreten.

Von den 95 Mannschaften steigen sechs in die Landesliga auf (89). Fünf Staffeln a drei und eine Staffel a zwei Absteiger macht zusammen 17 Mannschaften, die in die Kreisoberliga müssen. Bleiben zusammen 72 Mannschaften übrig. Hinzu kommen die vier Absteiger aus der Landesliga (76) und insgesamt 14 Kreismeister (90). Zudem stellen zwei Kreise mit ihren Vizemeistern zwei weitere Aufsteiger (92). Diese zwei Kreise wurden bereits vor der Saison ausgelost. Bleiben vier Plätze frei. Diese werden mit vier weiteren Vizemeistern aus den Kreisen aufgefüllt, die als Reserve ebenfalls bereits vor der Saison ausgelost wurden.