Magdeburg l In ihrem letzten Punktspiel der Saison 2014/15 in der 2. Wasserball-Bundesliga Ost setzte sich die Wasserball Union Magdeburg beim Schlusslicht SC Chemnitz 1892 mit 15:6 (5:3, 3:2, 4:1, 3:0) Toren durch.

WUM-Trainer Holger Dammbrück hatte bereits im Vorfeld des Spieles verkündet: "Wir wollen und wir werden beide Punkte aus Chemnitz mitbringen!"

Allerdings war das Team aufgrund von kurzfristigen Ausfällen derart dezimiert, dass Dammbrück mit ins Wasser musste. Aber die elf Spieler machten ihre Sache über weite Strecken des Spieles prima.

Die Magdeburger gingen durch zwei Tore von Ilia Butikashvili schnell mit 2:0 in Front. Chemnitz kam jedoch durch Überzahlspiele zum 2:2-Ausgleich. Erneut Butikashvili und ein Doppelschlag von Max Lehnert sorgten für eine 5:3-Führung der Magdeburger nach dem ersten Spielabschnitt.

Aufgrund der knappen Personaldecke ließen es die Magdeburger im zweiten Viertel etwas ruhiger angehen. Durch zwei Treffer von Moritz Lehnert führte die WUM bereits mit 7:3, ehe die Chemnitzer zu erneuten Überzahltreffern kamen. Tim Richter markierte mit seinem Treffer den 8:5-Halbzeitstand.

In den beiden Vierteln der zweiten Halbzeit ließen die Magdeburger nur noch einen Gegentreffer zu, warfen aber selber sieben Tore (Butikashvili 3, Thomas Postera, Lukas Schulle, Tim Richter, Moritz Lehnert). Das Endergebnis von 15:6 hätte noch höher ausfallen können, wenn die Magdeburger vor dem Tor noch konsequenter gewesen wären.

So vergab Max Lehnert noch einen Strafwurf. Auch die vielen Herausstellungen (insgesamt 15:4 gegen Magdeburg) ermöglichten den Chemnitzern immer wieder die Chancen zu Gegentreffern.

Diese Unterzahlspiele forderten von der personell dezimierten WUM besondere Aufmerksamkeit und Krafteinsätze. Zumal im letzten Viertel Tim Richter und Max Lehnert durch jeweils drei persönliche Fehler nicht mehr ins Spiel eingreifen durften.

Dennoch feierte die WUM zum Saisonabschluss ihren höchsten Sieg und kletterte zwischenzeitlich auf den angestrebten vierten Tabellenplatz. Der endgültige Tabellenstand wird erst am 13. Juni 2015 feststehen, wenn alle Mannschaften ihre Spiele absolviert haben.

Am 31. Mai reisen die Magdeburger noch zu einem Pokalspiel zur zweiten Mannschaft der Wasserfreunde von Spandau 04. Dort ist die Favoritenrolle zwar klar an die Berliner vergeben, aber wer weiß, was aus der Wundertüte WUM noch herauszuholen ist.

WU Magdeburg: Schoder - Wolfgram, Butikashvili 6, Mo. Lehnert 3, Ma. Lehnert 2, Grulke, Postera 1, Schulle 1, Dammbrück, Richter 2, Leditschke