• Bauzeit : zwischen 2012 / 13 und 2015

• Kosten insgesamt : 32, 94 Millionen Euro

• Gesamtlänge des Brückenschlags : 415 Meter, Stahlbeton-Konstruktion, ca 25 Meter breit.

• Die Bestandteile : - Alte Strombrücke : Wird um ca. 35 Meter auf der Ostseite verlängert, für Anschluss des Neubaus -Brücke über die Zollelbe : 65 Meter lang -Brücke über die Alte Elbe : 240 Meter lang. -Damm : zwischen beiden Bauwerken wird auf dem Werder ein 110 Meter langer Damm aufgeschüttet, über den der Verkehr weitergeführt wird.

• Lage der neuen Brücke :

Etwa 50 Meter südlich der vorhandenen Zoll- und Anna-Ebert-Brücke.

• Der Querschnitt : Eine Fahrbahn je Richtung ( je 3, 75 Meter ), Straßenbahntrasse in Mittellage u. separat ( 6, 6 Meter ), zu beiden Seiten Geh- und Radwege ( je 4, 50 Meter ).

• Anbindung : Über die Straßen Am Charlottentor und über die Bandwirkerstraße wird die neue Brückenverbindung an das Wohngebiet Heumarkt angebunden.

• Bauablauf ab Ende 2012 / Anfang 2013 : Zunächst Bau der neuen Brücken, der Verkehr läuft wie gegenwärtig.

• Anna-Ebert- und Zollbrücke : Werden danach saniert, dienen der Erschließung des Werders. Die Straßenbahnanlage wird demontiert ( Quelle : Tiefbauamt )

Die Verlängerung der Strombrücke soll Ende 2012 / Anfang 2013 gestartet und im Laufe des Jahres 2015 fertig sein. Der Brückenneubau wird im Anschluss an die vorhandene Strombrücke Zoll- und Alte Elbe überqueren. Nach europaweiter Ausschreibung der Planungsleistungen ist das Bewerberverfahren angelaufen. Im April soll der Rat die letzten Beschlüsse zur Vergabe fassen.

Altstadt. 32, 94 Millionen Euro soll nach neuesten Berechnungen das seit 50 Jahren überfällige Verkehrsprojekt kosten. Es wird Magdeburg eine zweite leistungsfähige Elbüberquerung bescheren. Diese soll sich nach Vorschlag eines Expertenbüros 2015 so präsentieren :

An die alte, um ca. 35 Meter zu verlängernde Strombrücke wird sich ein 415 Meter langer Brückenneubau anschließen, der die Zoll- und die Alte Elbe überspannen und auf dem Heumarkt enden wird.

Die Überführung sollte, so ein im Auftrag des Rates bestelltes Gutachterbüro ( Fa. Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH ), sowohl den Autoverkehr als auch die Straßenbahn auf einem separaten Gleiskörper aufnehmen. In jede Richtung wird es eine Fahrspur geben – ausreichend laut Verkehrsprognose, sagte Tiefbauamtsleiter Thorsten Gebhardt. Fuß- und Radwege sind gleichfalls vorgesehen. Auch der Stadtpark Rotehorn wird vom neuen Brückenzug aus erreichbar sein.

Die vorhandenen über 100 Jahre alten und denkmalgeschützten Gewölbebrücken werden denkmalgerecht saniert. Sie dienen künftig der Erschließung des Werders per Rad, zu Fuß und mit dem Auto und bleiben mit dem Heumarkt vernetzt.

Die Verwaltungsspitze habe dafür, also für die sogenannte Variante 2, am vergangenen Dienstag grünes Licht gegeben, sagte gestern OB Lutz Trümper der Volksstimme.

Magdeburg komme damit seinem alten Wunsch, einen leistungsfähigen zweiten Elbübergang zu installieren, einen erheblichen Schritt entgegen.

Den Übergang benötige die Stadt dringend, stellte Trümper klar. Immerhin queren in Magdeburg pro Tag 71 500 Fahrzeuge die Elbe. Ca. Zwei Drittel, also 46 500 Autos, bewältigt der Nordbrückenzug, die restlichen ca. 25 000 Kfz der Strombrückenzug.

Dieser ist derzeit wegen der schmalen und baufälligen Anna-Ebert- und Zollbrücke leistungsmäßig enorm eingeschränkt.

Voraussichtlich Ende 2012 / Anfang 2013 soll der Brückenschlag über die Elbarme gestartet werden. Rund 25 Millionen Euro erwartet die Stadt an Fördergeld, vor allem aus den europäischen Programmen.

Für das 33-Millionen-Euro-Projekt, das laut Trümper auf der Liste der wichtigsten Verkehrsbauten steht, droht mittlerweile die Zeit knapp zu werden. Hintergrund : Bereits im Januar 2009 hatte die Stadtratsmehrheit einen Grundsatzbeschluss zur Freigabe von Planungsgeldern für Varianten-Untersuchungen gefasst.

Danach hatte das genannte Ingenieurbüro mehrere Varianten unter die Lupe genommen, u. a. eine, nach der die Straßenbahn auf den alten Brücken verbleibt. Sie wurde jedoch verworfen. " Inzwischen sind die europaweiten Ausschreibungen über die Bühne gegangen ", informierte Tiefbauamtsleiter Thorsten Gebhardt.

Jetzt läuft schon das Bewerberverfahren. Fünf bietende Planungsbüros haben die " Endrunde " für die ausgeschriebenen Vorplanungsleistungen erreicht. Die Büros sollen bis Ende April die präzisierte Aufgabenstellung, also die Variante Brückenneubau für alle Fahrzeugarten, erhalten. Vorher muss aber der Stadtrat noch sein Votum dafür abgeben.

Wahrscheinlich Ende 2010 wird ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt, was ca. ein Jahr dauert.

Und : Die Bauleistungen müssen ebenfalls europaweit ausgeschrieben werden.