Alte Neustadt (hoe). Im Spiel gegen die Bundesligareserve des VC Olympia Berlin ist den Volleyballern des USC Magdeburg in der Regionalliga endlich einmal die Revanche für eine knappe Hinspielniederlage geglückt. Nach dem 2:3 in der Hinrunde schickten die Elbestädter die Gäste völlig unerwartet mit einem glatten 3:0 (19, 27, 18)-Erfolg auf die Heimreise. Dabei wusste der Gastgeber mit einer spielerischen Leistung aufzuwarten, wie schon lange nicht mehr.

Nicht nur wegen der größenmäßigen Überlegenheit waren die Berliner in dieser Begegnung der eigentliche Favorit. Auch aufgrund der über den bisherigen Saisonverlauf gezeigten Leistungen schien das Farmteam eindeutig im Vorteil.

Doch es kam anders als erwartet. Die Hausherren begannen äußerst konzentriert und führten schnell mit 7:3, weil nach klugen Aufschlägen der Block und die Feldabwehr auf dem Posten waren, im Gegenangriff auch selber gepunktet wurde. Doch der VCB II wusste sich zu steigern und war beim 9:9 wieder dran, ging selber mit 15:14 in Front.

Eine Aufschlagserie von Markus Vogler, der außerdem auch am Netz glänzte, brachte dann aber die Vorentscheidung mit sechs Punkten in Folge zu Gunsten des Gastgebers. Zumal die Berliner nicht nur in der Annahme schlecht aussahen, sondern auch im Angriff viele Fehler produzierten. Die Magdeburger hingegen reduzierten ihre Eigenfehler drastisch und verbuchten mit dem 25:19 die 1:0-Satzführung.

Der zweite Durchgang war sicherlich der Knackpunkt in der Begegnung. Als der USC, ständig einem Rückstand hinterher laufend, ein 15:19 bis zum 20:20 ausbügelte, in der Folge sogar noch drei Satzbälle abwehrte und letztendlich nach hartem Kampf mit sehenswerten Aktionen durch das 29:27 die 2:0-Satzführung erreichte.

In dieser Phase zeichneten sich besonders Evgenij Ziskins und Nils Opitz in der Feldabwehr und über die Außenpositionen aus. Außerdem brachte die Hereinnahme von Marko Hagemeier im Zuspiel noch zwei Pluspunkte bei der Aufholjagd, da somit Aleksandrs Ziskins, als eigentlicher Zuspieler in der Netzreihe, seine Angriffsqualitäten einbringen konnte.

Eine schnell erspielte Vier-Punkte-Führung ließen sich die Magdeburger im dritten Durchgang dann auch nicht mehr nehmen, sondern bauten diese, ausgehend von einigen sehenswerten Abwehraktionen, bis zum 25:18 sogar noch aus - Endstand somit 3:0.

"Nach den vergangenen Trainingseinheiten, in denen wir gerade im mannschaftstaktischen Bereich mit viel Konzentration und Bewegung gearbeitet haben, hatte ich gehofft, dass wir das auch im Spiel endlich mal wieder umsetzen können", freute sich USC-Trainer Hendrik Oelze am Ende über die Leistung seines Teams.

Mit diesem unerwarteten Erfolg können die Magdeburger nunmehr am kommenden Sonnabend etwas beruhigter zum Vorletzten nach Königswusterhausen fahren, da man jetzt bereits vier Punkte Vorsprung auf die dortigen Netzhoppers hat. Der Blick sollte aber trotzdem weiter nach oben gehen.

USC Magdeburg: Glücklederer, Hagemeier, Hennig, Kliefoth, Mück, Opitz, Vogler, A. Ziskins, E. Ziskins.