Magdeburg (hoe). Zum wichtigen Auswärtsspiel beim Vorletzten aus Königs Wusterhausen hatten sich die Regionalliga-Volleyballer des USC Magdeburger viel vorgenommen, wäre doch der Vorsprung im Falle eines Erfolges auf sechs Punkte angewachsen und hätte für die Gastgeber den sehr wahrscheinlichen Saison-K.o. bedeutet. Am Ende mussten sich die Gäste aber den im Vergleich zum Hinspiel stark verbessert auftretenden Netzhoppers knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Dabei sah es nach dem deutlichen 25:20 im ersten Satz für die personell wieder arg gebeutelten Magdeburger eigentlich sehr gut aus, schien doch alles im Sinne der Gäste zu laufen. Zuvor hatte der USC-Sechser einen 6:10-Rückstand ausgebügelt und war seinerseits in Führung gegangen, überstand eine Druckperiode der Hausherren mit Cleverness und verbuchte die 1:0-Satzführung völlig verdient für sich.

In den beiden Folgedurchgängen verpassten es die Elbestädter dann aber, eine Vorentscheidung herbei zu führen. War es im zweiten Satz noch eine deutlich höhere Fehlerquote im Aufschlag, so versäumten es die Magdeburger Angreifer im dritten Durchgang die herausgespielten Punktchancen nach abgewehrten Bällen zu nutzen. Und hier machten sich dann die nicht vorhandenen Wechselmöglichkeiten deutlich bemerkbar. Auch wenn der Standardwechsel von Zuspieler Marko Hagemeier für Diagonalangreifer Felix Glücklederer immer wieder Punktvorteile brachte, fehlten die entscheidenden Breakpunkte zum Satzerfolg.

Mit einer deutlich reduzierten Eigenfehlerquote und mehr Cleverness im Angriff verbuchten die Elbestädter dann den vierten Satz zum 2:2-Satzausgleich wieder für sich, so dass der Tiebreak die Spielentscheidung bringen musste.

Die nervliche Anspannung war beiden Teams deutlich anzumerken, wobei die Gastgeber diese eher zu ihrem Vorteil hatten ablegen können. Doch die Magdeburger, ständig einem Zwei-Punkte-Rückstand hinterher laufend, schienen noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Nach dem 14:14-Ausgleich versäumten sie es aber erneut, die nötigen Breakpunkte nach abgewehrten Bällen zu machen und mussten letztendlich den Gastgebern beim Jubeln zuschauen.

"Das war sicher kein schlechtes Spiel von uns. Teilweise haben wir aber zu unkonzentriert, manchmal sicher auch zu sorglos, agiert, und dann fehlen am Ende auch die paar kleinen Punkte, die man braucht", zieht USC-Trainer Hendrik Oelze aber durchaus die fehlenden Wechselmöglichkeiten mit ins Kalkül. Um so wichtiger sind die beiden Pluspunkte aus dem Spiel gegen den VC Olympia Berlin zu bewerten.

USC: Glücklederer, Hagemeier, Hennig, Kliefoth, Mück, Vogler, A. Ziskins, E. Ziskins.