Spitzenreiter VfB Ottersleben setzte sich am 16. Landesliga-Spieltag souverän mit 4:0 (2:0) beim MSV Börde durch, festigte die Tabellenführung. Die zielstrebigeren Gäste nutzten ihre Chancen durch Hitzing, Dieterichs, Uffrecht und Griep eiskalt, gewannen verdient, wenn auch vielleicht etwas zu hoch.

Stadtfeld. Schon 180 Sekunden nach dem Anpfiff des insgesamt wohltuend unaufgeregt amtierenden Peter Bree aus Ummendorf schlug es das erste Mal bei den Stadtfeldern ein, als Antonio Hitzing völlig blank stehend einen Kieler-Freistoß direkt verwertete (4. Minute).

Da war die Börde-Abwehr trotz des 15-minütigen späteren Beginns, beide Teams wollten sich auf dem zuvor schon genutzten Kunstrasenplatz ausreichend aufwärmen, noch nicht sortiert.

Die Gastgeber erholten sich zwar schnell vom frühen Gegentor, Chancen freilich blieben Mangelware. Gerade in die beste Phase der Blau-Roten hinein fiel das 0:2. Dieterichs wurde links geschickt und netzte unhaltbar ein (38.). Fazit zur Pause: Der VfB hat zwei Chancen, nutzt diese eiskalt. Börde findet nach vorn nicht statt, bleibt ohne echte Tormöglichkeit.

Mit Wiederbeginn soll es Lenz auf der linken Seite der Gastgeber richten. Beiden Teams unterlaufen auf dem schmalen Platz weiterhin viele Ballverluste. Immer wieder stockt die Partie. Der aufgerückte Kelm hat nach Lohse-Ecke die beste Börde-Chance auf dem Kopf, verfehlt aber das vom Mewes gehütete VfB-Tor (57.). Fast im Gegenzug dann schon die Entscheidung. Wolff holt Dietrichs am linken Strafraumeck ungeschickt von den Beinen, Bree entscheidet sofort auf Strafstoß. Uffrecht lässt Angerstein keine Chance – 0:3 (62.).

Wenig später der nächste Schock für die Hausherren. Weisser muss ohne gegnerische Einwirkung verletzt raus. Trainer Heckelmann später: "Das ist schlimmer als die Niederlage. Da sind wohl mehrere Bänder durch, droht eine lange Pause." Eine erste Untersuchung gestern gab noch keine genauen Erkenntnisse. Für den Mittelfeldspieler kommt Liske, der lange Abwehrchef Heise ist jetzt nur noch in der gegnerischen Hälfte zu finden.

Viel bringt das nicht. Mewes muss nur noch einmal eingreifen, klärt gegen Zoll. Danach plätscherte die entschiedene Partie dahin, war vieles dem Zufall überlassen. So auch beim 0:4 in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Griep, dem der Ball beim schon gescheiterten Solo wieder vor die Füße sprang.

Börde-Coach Michael Heckelmann sprach nach dem Schlusspfiff von einem verdienten VfB-Sieg, der aber zu hoch ausfiel. Gästetrainer Burkhard Knobbe meinte: "Wir hatten Glück, dass die erste Aktion gleich zum 0:1 führte. Wir haben über 75 Minuten aus einer sicheren Abwehr hinaus gut gespielt und unsere Chancen optimal genutzt."

MSV Börde: Angerstein – Wolff, Kelm, Heise, Sommer, Wunderling, Leonhardt, Weisser (65. Liske), Zoll, Kolodziej (46. Lenz), Lohse. VfB Ottersleben: Mewes – M. Feldheim, Hitzing, Uffrecht, Kieler, Jakuszeit, Malchau, Dieterichs, O. Feldheim, Walther (75. Griep), Rasche (83. Tobisch).