Noch eine Woche können sich die 14 Mannschaften der Fußball-Stadtliga, so sie keine Nachholspiele mehrt bestreiten müssen, auf den Rückrundenstart in ihrer Spielklasse vorbereiten. Zum Auftakt steht dann zwar kein reines Spitzenspiel auf dem Spielplan, doch da jeder sich im zweiten Saisonabschnitt steigern bzw. sein Level halten will, ist gleich von Beginn mit "Feuer unterm Dach" zu rechnen.

Magdeburg. Für einen erfolgreichen Rückrundenstart haben die 14 Mannschaften hart gearbeitet und sich teilweise enorm verstärkt. So holte Spitzenreiter Roter Stern mit David Genzel (TuS 1860 Neustadt), Matthias Elstermann (TSV Schackensleben) und Nicky Enge (FC Zukunft) drei Akteure, die den Kader des Tabellenführers sinnvoll ergänzen und Lücken schließen sollen.

Ansonsten geht man beim Spitzenreiter die zweite Saisonhälfte sehr konzentriert an. In diesem Jahr soll es endlich klappen mit der Meisterschaft und dem Landesklasse-Aufstieg. Dafür hat man rings um den Verein viel bewegt und getan, um die Grundlagen zu schaffen.

Auch beim Verfolger Fermersleber SV schaut man beruhigt auf die Rückrunde, steht man doch voll im Soll. Trainer Oliver Haß konnte sich über die Rückkehr der ehemaligen FSV-Akteure Gezim Rrustemi (TuS 1860 Neustadt) und Benjamin Gutzeit (SV Irxleben 1919) freuen. Allerding fiebert der Fermersleber Coach auch der Rückkehr von Verteidiger Marcel "Talent" Wegner im März entgegen, der gegenwärtig noch mit der Bundeswehr in Afghanistan ist. "Gerade in den letzten Testspielen hat man gesehen, dass wir im Abwehrbereich noch große Schwierigkeiten haben", so der Coach.

Richtig tief in die Verpflichtungskiste gegriffen hat die dritte Mannschaft des 1. FC Magdeburg. Die Verantwortlichen der Blau-Weißen haben gleich neun Akteure in der Winterpause geholt. Ob sie auch sportlich das Zeug haben, um den Team zu helfen und sich die Club-Dritte vom letzten Platz und der Abstiegszone befreien kann, muss man abwarten.

Doch die Vereine holten nicht nur neue Spieler. Mit Christoph Opp kehrt ein alter Bekannter beim SV Aufbau/Empor Ost auf den Trainerstuhl zurück, der bereits im vergangenen Jahr mit den Brückfeldern den Klassenerhalt schaffte. Opp wurde von AEO als Nachfolger für den aus persönlichen Gründen ausgeschiedenen Thorsten Mey verpflichtet.

Apropos Abstiegskampf. Auch in diesem Jahr wird man wohl bis zum letzten Spieltag im Tabellenkeller zittern müssen. Zwar steigt eigentlich nur eine Mannschaft aus der Stadtliga in die 1. Stadtklasse ab. Doch mit jeder Mannschaft, die aus der Landesklasse in die Stadtliga absteigt, erhöht sich auch jeweils die Anzahl der Stadtliga-Absteiger. Nach gegenwärtigem Stand müssen neben der Club-Dritten auch der ESV Lok Südost und die SG Handwerk II in den sauren Abstiegsapfel beißen, da mit dem BSV 79 und dem SV Arminia zwei Magdeburger Vereine in der Landesklasse auf Abstiegsplätzen rangieren.