Magdeburg (mus/rsc). Mit großem Erfolg nahm das Drachenbootteam "DeMachdeburjer" des Wassersportvereins Buckau Fermersleben (WBF) am Indoorcup in Halle/Saale teil. Die Magdeburger nutzten diesen Wettbewerb auch zum Leistungstest und zur sportlichen Standortbestimmung.

Während im Freien die Wettkämpfe im Drachenbootfahren als Regatten ähnlich dem Rudern und Kanusport ausgetragen werden, unterscheiden sich die Wettkämpfe in der Halle entschieden davon. So treten in der Halle zwei Mannschaften a acht Sportler in einem Boot, in dem sonst 20 Ruderer sitzen, gegeneinander an. Die Boote sind in der Mitte gekennzeichnet, zudem steht dort auch der Schiedsrichter. Auf ein Kommando oder Signal paddelt jede Mannschaft in die jeweils entgegengesetzte Richtung. "Das muss man sich wie beim Tauziehen vorstellen", gibt Michael König vom WBF ein plastisches Beispiel.

In Halle wurde in zwei Kategorien gestartet: im Fun Open, einem reinen Männerboot, sowie im Fun Mixed, in dem jeweils vier Frauen und Männern zu einer Crew gehörten. Mit 36 Mannschaften hatte der Veranstalter einen Teilnehmerrekord zu verzeichnen und so stand ein langer und anstrengender Tag mit insgesamt 79 Rennen vor den Startern.

Die 24 gemeldeten Mixed-Teams wurden in zwei gleichwertige Gruppen aufgeteilt, sodass das Mixed-Team des WBF zunächst gegen elf Teams antreten musste. Die Motivation und der Siegeswille sorgten für die Überraschung: Die Vorrunde wurde ohne Niederlage beendet. Das Halbfinale war da schon schwerer, wurde aber doch sicher gewonnen. Das änderte sich jedoch im Finale. Nach dem Start ging es rückwärts! Doch nach wenigen Sekunden hatte sich das WBF-Team gefangen, drängte den Gegner erst langsam und dann doch gleichmäßig Richtung Ziel. So war ein Goldener Pokal schon mal sicher.

Für das Open-Team wurde der Wettkampf zur Qual. Mit dem Vorjahreszweiten "Flying Dutchman" aus Halle konfrontiert, hielt das Team zwar gut gegen. Musste sich aber nach knapp einer Minute geschlagen geben. Trotz des kräftezehrenden ersten Rennens lief das zweite der Vorrunde umso besser, sodass der WBF auch in dieser Klasse das Halbfinale erreichte. Nach der Niederlage gegen den späteren Sieger sicherte sich der WBF Rang drei im kleinen Finale. Im letzten Wettkampf trafen die beiden Erstplatzierten Fun-Mixed-Teams aus Magdeburg und Dresden nochmals aufeinander. Nach knapp einer halben Minute hatten die Magdeburger die Nase vorn.

Jetzt bereiten sich "De Machdeburjer" intensiv auf den 26.Februar vor. Dann findet in der Schwimmhalle Olvenstedt der 2. Magdeburger Indoorcup mit dem WBF als Titelverteidiger statt.