Mit dem 83:76 (34:33)-Erfolg gegen den MTV Itzehoe revanchierte sich die BG Magdeburg nicht nur für die Hinspielniederlage, sondern machte in der Basketball-Regionalliga Nord der Herren auch einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Der achte Rang mit fünf Siegen und elf Niederlagen ist aufgrund Schieflage der Tabelle allerdings wenig aussagekräftig.

Stadtfeld. Das Spiel schien vor dem letzten Viertel bereits für die Gastgeber gewonnen, doch dann wurden es dramatische Minuten, bis der insgesamt 63. Regionalliga-Heimsieg seit 2002 endgültig in trockenen Tüchern war. Rückkehrer Derrick Stevens erzielte spektakuläre 44 Punkte und stellte den vorzüglichen Itzehoer Emil Martinis Woody (24 Punkte) deutlich in den Schatten.

Das dritte Viertel sollte das beste der Febro Eagles werden, es wurde mit 23:12 gewonnen. Doch es begann mit Turnovers von Ivanov und Stevens wenig verheißungsvoll. Folgerichtig gingen die Gäste mit 37:34 (21.) in Front. Dann gaben Stevens sowie Markiewicz per Dreier beim 39:37 (21.) das Signal zum deutlich verbesserten Spiel der Febro Eagles. Itzehoe leistete sich neun Fehlwürfe und ein technisches Foul gegen seinen Coach Paul Larycz. Die Hausherren gingen über die Stationen 49:39 (26.) und 57:41 (29.) klar in Führung, doch konnte Itzehoe durch Phillip Döhler und Ruach den Rückstand von 16 auf 12 Punkte zum 57:45 (30.) vor dem letzten Viertel verringern.

Da die BG Magdeburg das letzte Viertel erneut mit Fehlwürfen und Turnover fortsetzte und zunächst nicht punktete, verkürzte Itzehoe auf 58:56 (32.). Aber Canty (fleißig, jedoch ohne Wurfglück) und Dreier vom 2,02-m–Mann Harke sowie dem überragenden Stevens sorgten für eine 65:59- Führung und ein Durchatmen bei den 350 Eagles Fans in der Halle. Doch Itzehoe schlug durch Ruach zurück, dieser erzielte neun Punkte in Folge und das Spiel war beim 67:66 (37.) erneut offen.

Für die Entscheidung sorgte verdientermaßen Stevens. Er bot ein Klassespiel, obwohl er angeschlagen ins Match ging und zuvor vier Spiele passen musste. Seine Mitspieler erkannten seinen Sahnetag und spielten fast nur noch für ihn. Stevens versenkte mit stoischer Ruhe, von Nitsch und Markiewicz angespielt, drei Dreier in Folge zum 76:68 (38.).

Obwohl Markiewicz keinen von vier Freiwürfen verwandelte, dafür Stevens fünf von sechs traf, verpuffte das "Stop the clock"-Spiel der Itzehoher. Mehr als Ergebniskosmetik durch den 16. und letzten Dreier des Spieles zum 83:76-Endstand war allerdings für die Gäste nicht drin.

BBC Febro-Vorstand, Ex-Nationalspieler Achim Gross-mann, sah "einen überragenden Stevens, der von seinen Mitspielern sehr gut unterstützt wurde. Da wir auch mit 40:22 die Reboundhoheit hatten und höherprozentiger warfen, war der Sieg verdient".

BG Magdeburg: Markiewicz 7, Canty 1, Zydorek, Ivanov 13, Stevens 44, Pöllnitz, Ahrens, Harke 14, Nitsch 2, Günther, Alsen 2.