Lemsdorf (dhe). Keine Probleme hatte der MSV 90 am 13. Spieltag der 3. Bundesliga Ost beim 5 481:5 133-Heimsieg über den SKC Kleeblatt Berlin II. Mit dem achten Saisonsieg haben die Lemsdorfer den Klassenerhalt vorzeitig gesichert.

Anders sieht es für die Köpenicker aus. Bei erst drei Saisonsiegen und dem nunmehr letzten Tabellenplatz haben die "Kleeblätter" nach eigener Aussage schon mit dieser Spielzeit abgeschlossen. Zusätzlich deutet sich der Abstieg ihrer ersten Mannschaft aus der 2. Bundesliga an, was ohnehin den Zwangsabstieg für die Zweitvertretung nach sich ziehen würde.

Zum Spielgeschehen: Magdeburg hielt von Beginn an die Zügel straff und erarbeitete sich schnell einen deutlichen Vorsprung. Ein wieder einmal unwiderstehlicher Ulf Wunderlich markierte gleich die Tagesbestleistung von 947 Punkten und auch Dirk Sommermeyer, in der für ihn ungewohnten Startformation aufgeboten, wusste mit 902 Holz zu gefallen. Berlin hatte lediglich mit Thomas Specht (896) etwas annähernd Gleichwertiges entgegenzusetzen. Alle weiteren "Kleeblätter" enttäuschten über weite Strecken und brachten deutlich zu wenige Kegel zu Fall.

Das zweite Magdeburger Starterpaar erhöhte den ohnehin komfortablen Vorsprung von 90 auf 234 Punkte. Die Spielentscheidung war gefallen. Dirk Hecht kompensierte anfängliche Nervosität mit viel Routine und erkegelte sich sehr gute 929 Holz. Maik Siegemund (890) startete erst in seiner zweiten Spielhälfte richtig durch, doch es reichte nicht mehr ganz für die begehrten 900 Punkte. Der SKC musste hier mit Hebestreit (835) und Günther (840) endgültig abreißen lassen.

Steffen Blumtritt (881) und Gerhard Piekacz (932) verlebten also im Schlussdurchgang einen ruhigen Kegelnachmittag und konnten sich völlig auf ihr eigenes Spiel konzentrieren. Auch die letzten Bemühungen der Gäste (Drechsler 846/Uphoff 853), noch ein besseres Einzelresultat auf die Anzeigetafel zu bringen, verpuffte auf den schwierigen Lemsdorfer Bahnen.

So siegten die Lemsdorfer Kegler locker und leicht mit satten 348 Punkten Vorsprung gegen resignierende Berliner, die jetzt schon für die kommende Saison in der Verbandsliga planen müssen.

Magdeburg bleibt sehr guter Tabellenvierter hinter dem SV Senftenberg, der auswärts bei Aufsteiger Brehna erfolgreich war. Somit nimmt der Aufstieg für die Lausitzer immer konkretere Züge an, während die Elbestädter diesen vierten Platz bis zum Ende der Saison verteidigen möchten.