Magdeburg. Die beiden Spitzenmannschaften der Fußball-Stadtliga konnten auch am 15. Spieltag ihre Position ausbauen. Tabellenführer Roter Stern Sudenburg setzte sich beim FC Zukunft mit 3:1 (2:0) durch und vermasselte den Lemsdorfern somit die letzte Chance auf ein Eingreifen ins Meisterschafts- und Aufstiegsrennen. Weiter in der Verfolgerposition bleibt hingegen der Fermersleber SV, der beim Tabellenschlusslicht 1. FC Magdeburg III mit 6:3 (0:3) gewann. Beide Mannschaften trennen weiterhin vier Punkte.

Einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg konnte die zweite Mannschaft von Germania Olvenstedt einfahren. Gegen den BSV 93 setzten sich die Germanen mit 3:2 (1:1) durch, wobei die Gäste den ersten Treffer durch Andreas Gerlach setzten (7.). Doch noch in der ersten Hälfte konnte Mathias Müller für die Gastgeber zum 1:1 ausgleichen (33.). In der zweiten Hälfte zeigten die Olvenstedter den längeren Atem, denn in der Schlussphase trafen Steffen Eisenblätter (75.) und Martin Knobbe (83.) zum 3:1-Zwischenstand. Zwar konnte Gerlach mit seinem zweiten Treffer noch einmal verkürzen (85.), doch mehr war an diesem Tag für den BSV 93 nicht drin.

Mit 3:1 (2:0) gewann Roter Stern Sudenburg das Duell beim FC Zukunft, wobei die Gastgeber den ersten Abschnitt fast völlig verschliefen. Effizienter zeigten sich die Sterne, die in Ex-Zukunftler Daniel Tönniges einen willigen Abnehmer zweier Standards von Nils Röhlinger hatten (14., 42.). Nach dem Wiederanpfiff hatten die Lemsdorfer ihre beste Phase, in der auch der Anschlusstreffer durch Henning Hoffmann gelang (57.). Doch ein Distanzschuss von Oliver Seidel brachte den Sterne-Sieg in trockene Tücher (67.), der in der verbleibenden Spielzeit noch deutlich höher hätte ausfallen können.

Von zwei verlorenen Punkten wird der Neuling HSV Medizin nach dem 2:2 (1:0) gegen den SV Aufbau/Empor Ost sprechen. Die Stadtfelder konnten bereits nach elf Minuten durch einen Elfmetertreffer von Fabian Mußel in Führung gehen. Als nach 52. Minuten Felix Pirk von Thomas Fehske auf die Reise geschickt wurde und zum 2:0 vollendete, schien die Partie gelaufen. Doch AEO-Trainer Christoph Opp wechselte in der 65. Minute Sascha Borris ein, der mit einem Doppelpack in der Schlussphase (83., 85.) noch den 2:2-Endstand besorgte.

Locker mit 3:0 (0:0) setzte sich der zweite Aufsteiger SSV Besiegdas 03 gegen den Landesklasse-Absteiger Polizei-SV durch. Während die erste Halbzeit noch ohne wirkliche Höhepunkte ablief, fanden die Gastgeber besser aus den Kabinen und legten vor allem spielerisch zu. Daniel Naumann zeigte zunächst Vollstreckerqualitäten (53.) und leitete mit seinem Pass auch das 2:0 durch Maik Schröter ein (65.). Den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand setzte eine Viertelstunde vor dem Ende Goalgetter Ronny Lux, der nach Vorarbeit von Frank Brückner seinen 20. Saisontreffer markierte (75.).

2:2 (1:0) trennten sich der ESV Lok Südost und die Reserve des MSV 90 Preussen. Dabei verspielten die Platzherren eine 2:0-Führung, die Maik Nettelbeck (15.) und Sebastian Buße (54.) herausgeschossen hatten. Nur eine Minute später ereignete sich jedoch die aus Lok-Sicht spielentscheidende Szene. Schiedsrichter Andreas Beckert zeigte Lok-Spieler René Fleck die Ampelkarte wegen Reklamierens, obwohl dieser beteuerte, nichts gesagt zu haben. Fortan hatten die in Überzahl agierenden Lemsdorfer mehr von der Partie und konnten durch Dennis Kagelmann (65.) und Benjamin Sierau (85.) noch ausgleichen.

Einen gutklassigen Kick lieferten sich die beiden Reservemannschaften der SG Handwerk und des VfB Ottersleben. Die Ottersleber hatten im ersten Abschnitt größere Chancenvorteile und gingen verdient mit 1:0 durch den Treffer von Steven Walther in Führung (35.). Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff egalisierte jedoch Ronny Kryk das Ergebnis und beide Mannschaften hatten bis zum Schlusspfiff noch mehrere Möglichkeiten zum Siegtreffer, der jedoch ausblieb.

Torreich mit 6:3 (3:0) setzte sich der Fermersleber SV 1895 beim Tabellenschlusslicht 1. FC Magdeburg III durch. Nach Doppelpacks von Benjamin Gutzeit (12., 13.) und Vinzent Rasche (33., 51.) half der Kontrahent noch mit. Christopher Meier lancierte den Ball ins eigene Tor (61.), wodurch der FSV 1895 zwischenzeitlich bereits mit 5:0 führte. Danach ließen es die Südoster ein wenig schleifen und die Club-Dritte konnte zumindest verkürzen. Michael Kessler (70., 89.) und Sebastian Wendt (74.) waren erfolgreich. Letztlich bestimmten jedoch die Gäste die Schlagzahl und kamen in der Schlussminute noch zum 6:3 durch Simon Witt.