Magdeburg (dhe). Mit wenig Illusionen auf einen Auswärtssieg machten sich die Kegler des MSV 90 am 14. Spieltag der 3. Bundesliga Ost auf den Weg zum SKV Rot-Weiß Zerbst II. Der aktuelle Tabellenführer dominiert bei nur einer Saisonniederlage auch in diesem Jahr die Liga und wird nach Lage der Dinge bis zum Ende der Spielzeit seine Spitzenposition nicht mehr hergeben.

Der "FC Bayern" des Kegelsports leistet sich bei seiner dichten Spielerdecke aus Weltklasseakteuren sogar den Luxus, Spieler von Erstligaformat in seiner zweiten Vertretung auflaufen zu lassen. Von solchen Verhältnissen darf der Magdeburger SV 90 natürlich nur träumen. Ohne den weiterhin verletzten Stammspieler Sven Ostermann reisten die Elbestädter mit ihrem letzten Aufgebot ins Anhaltinische.

Für die Lemsdorfer ging es in erster Linie darum, ein ordentliches Mannschaftsresultat zu erzielen und sich für kommende Aufgaben einzuspielen. Dieses Vorhaben gelang mit 5 480 Punkten nicht zufriedenstellend, denn einige MSV-Spieler blieben unter den eigenen Erwartungen. Zerbst II spulte mit 5 820 Holz sein Pensum locker herunter und siegte unangefochten mit 340 Zählern Vorsprung.

Anfangs konnte Magdeburg die Spannung noch erhalten. Dirk Hecht konnte als Bester seines Teams dem Zerbster Kapitän Sven Palmroth jederzeit Paroli bieten, beide trennten sich mit jeweils 959 Holz unentschieden. Auch Ulf Wunderlich zeigte guten Kegelsport, hatte aber mit seinen 930 Punkten gegen einen gut aufgelegten Robert Heydrich (1 001) keine Chance.

Der Mitteldurchgang hatte also einen Rückstand von 71 Punkten aufzuholen, was gegen namhafte Spieler wie Martin Herold (928) und Sven Tränkler (966) nur schwer machbar ist. So kam es dann auch. Sowohl Dirk Sommermeyer (855) als auch Maik Siegemund (882) mussten Holz um Holz abgeben und durften auf der ergiebigen Zerbster Kegelanlage mit ihren Ergebnissen nicht zufrieden sein.

Leichtes Kegeln also für das SKV-Schlussduo Volkland (1 007) und Wassersleben (959), denn 226 Holz Vorsprung waren nun nicht mehr zu verspielen. Beide zeigten den Zuschauern noch einmal großartigen Kegelsport. Doch auch Magdeburg mit hatte Blumtritt (946) und Piekacz (901) noch etwas aufzubieten, wobei der MSV-Kapitän hier und da noch ein paar Holz zu viel stehen ließ.