Wenig Licht und ganz viel Schatten boten die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg am Wochenende bei ihrem Gastspiel in Wolfsburg. Trotz einer starken Anfangsphase unterlag das Subocz-Team am Ende verdientermaßen mit 24:29 (11.16) und war mit diesem Resultat noch gut bedient.

Magdeburg. Das Team um Trainer Grzegorz Subocz lieferte einen nicht-zweitligatauglichen Auftritt und konnte erneut nur 20 Minuten überzeugen, wobei die Art und Weise der Niederlage schon beinahe an Arbeitsverweigerung erinnerte. Folglich verbleiben die Elbestädterinnen auch vier Spieltage vor Schluss auf dem zehnten Tabellenplatz und müssen fortan endgültig für die 3. Liga planen.

Dabei begann die Partie beim Aufsteiger und Tabellenvierten verheißungsvoll aus Gäste-Sicht. Ein Doppelschlag von Nachwuchstalent Cindy Degen sowie ein eiskalt verwandelter Tempogegenstoß von Jasmin Maue brachte die Elbestädterinnen mit 8:5 in Front (11.). Insgesamt präsentierten sich die Magdeburgerinnen in dieser Phase mit deutlich mehr Elan im Angriff als noch vor Wochenfrist, so dass Wolfsburg bis dahin kaum ein Mittel fand, um das Tempospiel der Gäste zu unterbinden. So konnte Anne Hubinger in Unterzahl noch auf 9:6 (12.) erhöhen, doch schlossen sich in der Folge wieder Nachlässigkeiten bei den Bandits ein, die der Gastgeber auch prompt bestrafte. Allen voran Edyta Chudzik sorgte am Kreis permanent für Unruhe und konnte Lücken für ihre Mitspielerinnen reißen, die schließlich zum zwischenzeitlichen 9:9-Ausgleich führten (18.).

Doch noch viel schlimmer als die schlampige Deckungsarbeit wog das desaströse Angriffsspiel der Magdeburgerinnen. Ohne das nötige Tempo und Druck aus dem Rückraum verrannten sich die Elbestädterinnen zunehmend in 1:1-Situationen, die aber allesamt nicht zum Erfolg führten. Im Gegenzug konnten der VfL dank eines 7:2-Laufes bis zur Pause auf 16:11 enteilen.

Auch im zweiten Abschnitt spielte der VfL nach Belieben auf und setzte sich schnell auf 22:15 ab (39.). Auch beim 24:17 Mitte der zweiten Halbzeit stand die Sieben-Tore-Führung der Funke-Schützlinge (46.), die diese sechs Minuten vor Ultimo zur sicheren 29:20-Führung ausbauen konnten. Am Ende gelang den Magdeburgerinnen zwar noch etwas Ergebniskosmetik, doch konnte der 29:24-Endstand nicht über die katastrophale Leistung der HSC-Damen hinwegtäuschen.

Nach dieser erneut desolaten Leistung sind für die Bandits sportlich wohl alle Messen gesungen, so dass man die Planung in der neuen Saison auf die 3. Liga ausrichten muss. Dennoch ist vor allem das Auftreten des Tabellenzehnten alles andere als zweitligawürdig, so dass die Subocz-Sieben in den verbleibenden vier Spielen aufpassen muss, nicht noch komplett durchgereicht zu werden.

HSC 2000: Hofmeister, Schache, Heppner - Maue 6/1, Hartmann 3, Vogel 3/1, Göpel, Seeger 2, Schröder 1, Bange 1, Hubinger 1, Schüler.