In der Volleyball-Regionalliga der Männer unterlag der USC Magdeburg am vorletzten Spieltag beim VC Potsdam-Waldstadt nach einem tollen Spiel und trotz einer starken kämpferischen Leistung knapp mit 2:3 (24, 24, -20, -27, -11) Sätzen, hat aber den Klassenverbleib im letzten Saisonspiel in knapp zwei Wochen zu Hause gegen den TKC Wriezen selber in der Hand.

Magdeburg (hoe). Dritter gegen Drittletzter - von der Papierform her war die Ausgangslage vor dem Spiel eigentlich eine klare Sache, und normalerweise hätte man mit solch einem Ergebnis auch zufrieden sein können. Die Volleyballer des USC haben aber mal wieder zwei wichtige Punkte liegen gelassen, wie schon so oft in dieser Saison.

Beim Stand von 4:10 im ersten Durchgang waren die Gäste über den pomadigen Auftritt der Hausherren schon etwas verwundert. Doch der Heim-Sechser fing sich wieder, auch weil die Annahme der Elbestädter phasenweise ganz schön wackelte. Dafür schlugen die Magdeburger aber sehr gut auf und landeten auch im Block den einen oder anderen Erfolg. Potsdam war beim 18:18 aber wieder dran. Doch der USC hielt dagegen. Und obwohl Hannes Mück beim 23:23 noch einen Aufschlagfehler fabrizierte, sicherten sich die Gäste diesen Satz mit 26:24.

Auch in Durchgang zwei führten lange Zeit die Magdeburger, gerieten zum Ende aber nach einer 20:17-Führung mit 21:23 in Rückstand. Nervenstark riss man dass Ruder aber noch einmal herum - 26:24 und damit 2:0 nach Sätzen.

Die komfortable Ausgangsposition wusste der USC aber nicht zu nutzen, kassierte mit dem 20:25 den 1:2-Satzanschluss, weil die Eigenfehlerquote zum Ende des Satzes zu hoch war.

Im Folgedurchgang lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Potsdam schien sich mit dem 20:17 einen entscheidenden Vorteil verschafft zu haben. Wieder kämpften sich die Gäste heran, hatten ihrerseits beim 24:23 und 25:24 nach abgewehrten Bällen gute Chancen, den Sack endgültig zuzumachen. Nach drei abgewehrten Satzbällen der Waldstädter musste der USC mit dem 29:27 den 2:2-Satzausgleich hinnehmen. Der ungeliebte Tiebreak sollte die Entscheidung bringen.

Die Magdeburger bügelten einen schnellen 0:3-Rückstand wieder aus, drehten das 4:7 in eine 8:7-Führung zum letzten Seitenwechsel. Doch nach dem 10:10 kassierte man vier Punkte in Folge aufgrund der schwachen Annahme und das Spiel war zu Gunsten der Potsdamer entschieden.

Da parallel Netzhoppers Königs Wusterhausen sein Heimspiel gegen den Berliner VV 3:0 gewann, wird die direkte Abstiegsfrage am letzten Spieltag (19. März, 18 Uhr) entschieden. Der USC empfängt dann den TKC Wriezen und KW muss zu Prenzlauer Berg Berlin. Verlieren der USC und die Netzhoppers, dann sind die Magdeburger aufgrund des besseren Satzverhältnisses im Vorteil. Gewinnt KW auswärts, dann muss auch der USC zuhause punkten. Die Magdeburger haben den Klassenerhalt also noch selber in der Hand.

USC: Glücklederer, Hagemeier, Hennig, Kliefoth, Lautenschläger, Mück, Vogler, A. Ziskins, E. Ziskins.