Magdeburg. Am 21. Spieltag der Fußball-Landesklasse, Staffel 2, steht das Derby zwischen Germania Olvenstedt (6.) und dem TuS 1860 Neustadt (2.) im Mittelpunkt der Betrachtungen. Das Duell der beiden bestplatzierten Magdeburger Mannschaften wird um 15 Uhr auf dem Sportplatz an der Jahnstraße angepfiffen. Die restlichen Mannschaften aus der Landeshauptstadt sind hingegen auswärts gefragt, wobei vor allem der SV Arminia (15.) in Altenweddingen (12.) zu einem richtungsweisenden Spiel im Kampf um den Klassenerhalt antritt.

Mit Grauen denkt Maik Herrmann, Trainer von Germania Olvenstedt, noch an das Hinspiel beim TuS 1860 zurück: "Wir lieferten eine sehr gute erste halbe Stunde, lagen aber nur 1:0 vorn. Und bekommen dann kurz vor der Pause zwei Gegentreffer, von denen wir uns nicht mehr erholt haben." Nur Keeper Matthias Voigt war es letztlich zu verdanken, dass die Olvenstedter nur mit 1:3 unterlagen.

Eben jener Voigt wird im Rückspiel verletzungsbedingt fehlen, ebenso wie Innenverteidiger René Müller, der seine fünfte gelbe Karte absitzt. "Seine Position wird wahrscheinlich Michael Frank übernehmen", ist von Herrmann zu hören. Für die dann vakante Sechserposition kommen mehrere Akteure in Betracht, wobei Herrmann darüber kurzfristig entscheiden wird. "Wir wollen, ähnlich wie gegen Zerbst, eine kleine Überraschung gegen den favorisierten TuS 1860 schaffen und bauen dabei auf unsere Heimstärke."

Derzeit haben die Kicker des TuS 1860 Neustadt sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer FSV Barleben. Dennoch beschwichtigt Coach Thomas Wilke jegliche Nachfrage Richtung Titelkampf: "Natürlich wollen wir, wenn sich die Situation ergibt, oben angreifen, aber wir haben jetzt in Olvenstedt und danach in Barleben schwere Aufgaben vor uns. Darum ist es besser, wenn wir von Spiel zu Spiel denken und erstmal schauen, wie wir in Olvenstedt bestehen werden."

Mit Nico Böhme, Patrick Oeding und wahrscheinlich Thomas Kirschner werden drei Spieler nicht zur Verfügung stehen. Dafür kann Wilke wieder auf Mike Fleischmann, Johannes Meyer und René Angerer zurückgreifen. Ob allerdings Angerer wieder auf die Liberoposition rücken wird, lässt der Coach noch offen. Denkbar ist auch, dass der zuletzt überzeugende Felix Schaffranke weiterhin den Abwehrorganisator geben darf.

Vor einem wichtigen Spiel steht der abstiegsbedrohte SV Arminia, der beim Konkurrenten SV Altenweddingen antreten muss. Zuletzt konnten die Buckauer einigen Boden gutmachen, verspielten jedoch am vergangenen Wochenende beim 3:3 daheim gegen Atzendorf eine zweimalige Führung. Dennoch dürfte die Moral der Arminen nicht gebrochen sein, denn mit einem Sieg in Altenweddingen würde der momentane Sechs-Punkte-Abstand zum Rivalen verkleinert werden.

Für eine Überraschung könnte hingegen der MSV Börde II (9.) sorgen, auch wenn die Chancen, beim Tabellendritten Rot-Weiß Zerbst gewinnen zu können, nicht besonders hoch stehen. Dennoch zeigten die Stadtfelder zuletzt gute Leistungen, kamen aber in den letzten beiden Partie nach jeweiliger 1:0-Führung nicht über ein 1:1 hinaus.

Für das Tabellenschlusslicht BSV 79 beginnt wohl mit dem Auswärtsspiel in Hadmersleben (8.) die große Abschiedsreise. Bei derzeit acht Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz rechnen derzeit nur noch grenzenlose Optimisten mit dem Klassenerhalt. Doch für einige Überraschungen könnten die von jeglichem Druck befreiten Cracauer durchaus noch sorgen.

1.FSV Barleben 19111953:1944

2.TuS 1860 Neustadt1942:1938

3.TSV Rot-Weiß Zerbst1831:2038

4.Eintracht Gommern2048:3134

5.SV Irxleben 19191842:2333

6.Germania Olvenstedt1948:3530

7.SV Seehausen/B.1824:1827

8.TSV Hadmersleben1932:3725

9.MSV Börde II1919:3623

10.Union Heyrothsberge1828:2722

11.ZLG Atzendorf1829:3622

12.SV Altenweddingen1824:3421

13.Empor Kl. Wanzleben1825:4219

14.1. FSV Nienburg1928:4916

15.SV Arminia1918:3315

16.BSV 791916:4811

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