Der zweiten Mannschaft des MSV Börde gelang mit dem 2:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Germania Olvenstedt eine große Überraschung. Stefan Kauczor (24.) und Julien Stellmacher (58.) markierten die Treffer der Stadtfelder gegen zwar überlegene, aber an diesem Tag glücklose Platz-herren. In weniger als zwei Wochen stehen sich beide Teams im Stadtpokal-Finale erneut gegenüber.

Olvenstedt. Die vor allem in der Defensive umgestellten Olvenstedter erlebten bereits nach sechs Minuten einen der nadelstichartigen Konter, mit denen die Gäste zum Erfolg kommen wollten. Ron Lüter zielte jedoch genau auf Matthias Voigt im Olvenstedter Gehäuse, so dass es zunächst beim 0:0 blieb.

Zehn Minuten später hatten auch die Gastgeber ihre erste Möglichkeit, doch Andreas Bode scheiterte mit seinem Kopfball nach Flanke von Sebastian Gasch am reaktionsschnellen Börde-Keeper André Prief (16.). Beim klar über den Kasten gehenden Kopfball von Helge Sander nach einer Ecke musste Prief nicht eingreifen (18.).

Die Angriffsbemühungen der Olvenstedter erwiesen sich als nicht durchschlagskräftig genug. Darum schoben sich die Olvenstedter immer mehr Richtung gegnerischer Strafraum. Den sich bietenden Platz nutzten die Gäste zum Konterspiel, welches in der 24. Minute zum Erfolg führte. Börde-Kapitän Tom Lüddecke wurde steil geschickt und bediente den mitgelaufenen Kauczor mit einem Querpass. Dieser vollendete sicher zum 0:1.

Von diesem Gegentreffer mussten sich die Olvenstedter zunächst einmal erholen. Bis zur Pause verzeichnete der Gastgeber noch einen weiteren Kopfball von Bode, der jedoch ebenfalls neben den Kasten ging (32.). Ansonsten blieb es beim kopflosen Anrennen gegen eine zunehmend immer dichter stehende Gäste-Defensive.

Nach der Pause schienen die Olvenstedter noch engagierter und gewillt, den Börde-Riegel zu knacken. Doch erst in der 57. Minute hatte Bode eine Ausgleichschance. Der Ball war jedoch auf seinem rechten Fuß, so dass Power und Präzision fehlten. Und als ob die Stadtfelder von dieser Möglichkeit auf den Ausgleich aufgeschreckt wurden, gab es nur zwei Minuten später das 0:2. Julien Stellmacher spielte mit Tom Lüddecke eine Doppelpass und lief danach frei auf Voigt zu, dem er keine Chance ließ (59.).

Man kann den Olvenstedtern bis zum Schlusspfiff nur einen Vorwurf machen: Gegen die weiterhin starke Defensive wurde nur mit dem Mittel des langen Balls gespielt, wodurch sich nur wenige Chancen ergaben. Zu statisch und mit zu wenig Laufbereitschaft versehen, war gegen die Stadtfelder an diesem Tag nichts zu gewinnen. Die "Germanen" hatten durch Andy Bauer- feind in der 89. Minute noch eine gute Möglichkeit, doch auch aus Nahdistanz wollte nichts gelingen. Eine Minute zuvor hatte Voigt die Platzherren noch mit einer Doppelparade gegen Michel Hesse und Jonas Weigt vor einem höheren Rückstand bewahrt, so dass es letztlich beim 0:2 blieb.

Germania Olvenstedt: Voigt - Schulze (85. B. Müller), Sander, R. Müller, Zabel, Puchowka, Bode, Dinter (69. Bauerfeind), Gasch, Rosenberger (46. Kohrmann), Neumann,

MSV Börde II: Prief - Junge, Scharge, Nordt, Lüddecke, Sommer (85. Weigt), Lüter, Stellmacher (80. Kalninsch), Held, Arns, Kauczor (71. Hesse).

Tore: 0:1 Kauczor (24.), 0:2 Stellmacher (58.).