Einen versöhnlichen Saison-abschluss gab es für die Zweitliga-Handballdamen des HSC 2000 bei ihrem letzten Saisonauftritt in Altlandsberg zu verzeichnen. Das Team von Trainer Jens Aebi musste sich am Ende zwar mit einem 30:30 (17:13)-Unentschieden zufrieden geben, bewies aber in den 60 vorangegangenen Minuten eine tolle Moral und präsentierte sich keinesfalls wie ein Absteiger. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten am Ende lediglich Anja Schröder (11/5 Tore) sowie Karleen Hartmann (6 Tore) heraus.

Magdeburg. Mit der wohl besten Saisonleistung verabschiedeten sich die Handballerinnen des HSC 2000 am vergangenen Samstagabend aus der 2. Liga. 30:30 (17:13) hieß es nach 60 heißumkämpften Minuten in der Altlandsberger Erlengrundhalle, wobei die Gäste aus Sachsen-Anhalt über weite Strecken das bessere Team waren, sich am Ende dennoch ausgiebig über diesen Punktgewinn erfreuen konnten.

Von Beginn an präsentierten sich die Schützlinge von Trainer Jens Aebi in einer tollen Verfassung und legten einen Start nach Maß hin. Einsatzbereitschaft, Lauffreudigkeit und vor allem ein effektiver Positionsangriff bescherten den Elbestädterinnen bis zur 12. Minute eine verdiente 7:5-Führung, die allerdings bis dato heiß umkämpft war.

Dennoch ließen die Gäste auch in der Folgezeit nicht locker, spielten sowohl in der Deckung als auch im Angriff äußerst diszipliniert, so dass man den Vorsprung bis zum 11:8 (19.) sogar leicht ausbauen konnte.

Das hohe Tempo der "Bandits" forderte jedoch auch seinen Tribut, was sich in den Folgeminuten bemerkbar machte, da der MTV beim 12:12 (23.) erstmals wieder aufschließen konnte. Die Schlussphase gehörte dann allerdings noch einmal den Magdeburgerinnen, die vor allem in der Deckung noch eine Schippe drauf legten und so bis zur Halbzeit lediglich einen Treffer zuließen. Da man im Gegenzug auch im Angriff sehr erfolgreich agierte, konnte der HSC mit einer vollkommen verdienten 17:13-Führung in die Pause gehen.

Angetrieben von einer tollen Zuschauerkulisse kamen die Gastgeberinnen dann jedoch besser aus der Pause und zeigten vor allem in der Defensive deutlich mehr Präsenz, so dass man den Gästen den einen oder anderen Ball abnehmen konnte. Dies führte unweigerlich zu Tempogegenstößen, die der MTV konsequent ausnutzte und beim 19:20 (40.) das erste Mal wieder Morgenluft witterte.

Die Partie war nun vollkommen offen, wobei die HSC- Damen sich den einen oder anderen Lapsus in Form von einfachen Ballverlusten erlaubten und somit den Oderländerinnen nach 45. Minuten beim 23:22 zur ersten Führung verhalfen. Beflügelt von der tollen Stimmung legten die Gastgeberinnen jetzt nach und kamen so zehn Minuten vor Ultimo sogar zu einem 27:24-Vorsprung, den man bis zum 29:26 (54.) halten konnte.

Doch wieder einmal bewiesen die Gäste eine tolle Moral und kämpften sich, angetrieben von einer starken Jasmin Maue, zurück in die Partie, in der nun vor allem Anja Schröder als sicherer Vollstrecker glänzte. Als Jasmin Maue schließlich per Kempa-Tor zum 29:29 (57.) ausglich, waren die Gäste endgültig wieder auf Augenhöhe, haderten in der Schlussphase mit dem Torabschluss, so dass man sich unterm Strich mit einem 30:30 zufrieden geben musste, was von beiden Seiten aber wie ein Sieg gefeiert wurde.

HSC 2000: Hofmeister, Schache, Heppner - Schröder 11/5, Hartmann 6, Vogel 4, Maue 3, Hubinger 2, Göpel 1, Bange 1, Seeger, Schüler, Mendler, Sachse.