Eine schmerzliche Heimniederlage kassierten die Verbandsliga-Kicker des MSV 90 Preussen am Ostersamstag beim Nachholspiel vom 16. Spieltag. Gegen den Tabellenzweiten Grün-Weiß Piesteritz verloren die Sudenburger mit 1:2 (0:1). Florian Freihube (37. Minute/Handelfmeter) und Kevin Gerstmann (61.) trafen für die Gäste, Steve Röhl (71.) gelang der Anschlusstreffer für die Hausherren.

Sudenburg (emü). Diese Niederlage ist für die Preussen sicherlich schmerzlich, da dadurch der Anschluss zur Tabellenspitze verloren ging. Zuzuschreiben haben sie sich diese, auch wenn einige Entscheidungen des Schiedsrichters Bernd Streich (Bottmersdorf) recht unglücklich waren, aber selbst. Gegen eine Spitzenmannschaft wie Piesteritz reicht es nicht, nur 20 Minuten guten Fußball zu spielen, da man sonst die entsprechende Quittung bekommt.

Der Trainer der Preussen sah dies ebenso: "Wir sind erst nach unserem Tor aufgewacht, das war zu wenig!", gab der sichtlich verärgerte Dirk Hannemann nach dem Spiel zu Protokoll. "Davor haben wir ohne Leidenschaft gespielt. Spielentscheidend war aber auch der Elfmeter für Piesteritz."

Dieser Strafstoß sorgte für viel Diskussion auf den Rängen, hatte der Schiedsrichter den Gästen mit diesem Pfiff ein wahres Ostergeschenk überreicht. Nils Kauffmann sprang der Ball ohne Absicht an den Arm, nach lauten Rufen der Gäste zeigte der Referee auf den Punkt. Freihube ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte platziert (37.).

Ansonsten gab es von der ersten Hälfte nicht viel zu berichten, Mittelfeldgeplänkel und viele kleine Fouls bestimmten das Geschehen im mit etwa 200 Zuschauern gut besuchten Heinrich-Germer-Stadion.

Auch die zweite Halbzeit war zunächst ohne Höhepunkte, erst ein trockener Schuss von Gerstmann (61.) vom linken Strafraumeck, der zum 2:0 im Preussen-Kasten einschlug, brachte wieder Leben in die Partie. Nur eine Minute später tauchten die Magdeburger gefährlich vor dem Tor der Gäste auf, der straffe Schuss von Tobias Tietz verfehlte das Gehäuse knapp.

Der Anschlusstreffer fiel dann in der 71. Spielminute durch Röhl, nach toller Vorarbeit vor Tobias Ginter. Der Piesteritzer "Abwehrriese" Wellington sah dabei nicht gut aus, als er von Ginter ausgespielt wurde und dann der Ball zum Torschützen kam.

Die Preussen waren jetzt wach, zeigten richtig guten Fußball und schnürten den Gegner in dessen Hälfte ein. Folgerichtig boten sich ihnen einige Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. So blieb es beim knappen Sieg für die Gäste, die anschließend in den Katakomben des Germerstadions feierten. Die Preussen standen mit hängenden Köpfen auf dem Rasen und realisierten, welche Möglichkeit sie mit dieser Niederlage weggeworfen hatten.