Am vergangenen Sonnabend sorgte der Frauen-Volleyball-Landesmeister USC Magdeburg für eine spielerische Überraschung. Die Damen des USC verloren zwar im Finale des VVSA-Pokales 2010/11 gegen den SV Pädagogik Schönebeck mit 2:3 (18, -18, -13, 23, -12), boten aber dem Publikum sehenswerte Aktionen und damit dem Drittplatzierten der Regionalliga Nordost lange Paroli.

Magdeburg (amu). Einen Superstart legten die Volleyballerinen aus Magdeburg gegen die Schönebeckerinnen hin. Voller Selbstbewusstsein spielten sie frei auf und konnten die anfängliche Führung von 9:4 auf 19:12 ausbauen. Auf Gastgeberseite waren u. a. die gefürchteten Aufschläge Mangelware, so dass der USC mit tollen Angriffsaktionen den Satz für sich entschied (25:18).

In den zweiten Durchgang startete der USC ebenfalls motiviert und konnte bis zum 10:11 gut mithalten. Doch unpräzise Annahmen erschwerten dann den Job der Zuspielerin Anja Bechmann, so dass die Wirksamkeit der Angriffe nachließ (18:25).

Im dritten Satz folgte der Aufholjagd zum 11:12 der Einbruch auf Seiten des Landesmeisters. Von der Annahme, über das Zuspiel bis zur Absprache in der Feldabwehr gelang den Magdeburgerinnen nichts mehr (13:25).

Doch mit neuem Selbstvertrauen meldete sich der Aufsteiger in die Regionalliga Nordost im vierten Satz zurück. Starke Aufschläge, hervorragende Angriffs- und Blockaktionen sowie hart umkämpfte Punkte in der Abwehr spiegelten den Siegeswillen wieder. Auch das bekannte Quäntchen Glück fehlte diesmal auf USC-Seite nicht (25:23).

Durch den Satzgewinn mental gestärkt ging es für die Landeshauptstädterinnen nun in den Entscheidungssatz. Bis zum Seitenwechsel lag das USC-Team gleich auf und gab keinen Ball verloren. Jedoch leisteten sich die USC-Damen in der Endphase einige Patzer und so endete der Durchgang 12:15. Die Magdeburger Volleyballerinnen jubelten trotzdem über den Vizepokaltitel und ihre Spitzenleistung gegen den möglichen Aufsteiger in die 2. Bundesliga.

USC-Trainer Matthias Waldschik erklärte nach dem Spiel: "Wir haben verstärkt Annahme und Abwehr trainiert und das konnte man auch sehen. Dass das Team heute solch eine Leistung gezeigt hat, macht mich als Trainer sehr stolz. Alles in allem denke ich, wir brauchen uns als Vizepokalsieger nicht verstecken. Leider verlassen uns nun einige Spielerinnen berufsbedingt und so war die Finalteilnahme die Belohnung für die gesamte Saison, aber auch der letzte gemeinsame Auftritt in dieser Formation."

USC Magdeburg: Baake, Bechmann, Bürger, Büssow, Flach, Lohfink, Mehl, Mutzeck, Soldmann, Zich.