Neu Olvenstedt. In einer auf schwachem Niveau geführten Partie unterlag der BSV 93 vor heimischem Publikum in der Sachsen-Anhalt-Liga der Handballer dem Güsener HC knapp mit 33:34 (12:13). Stolperstein der Gastgeber war die desolate Deckungsleistung.

Nach einer offenen ersten Hälfte zogen die Gäste zwischenzeitlich bis auf vier Tore davon. Dank einer Mann- deckung kamen die Gastgeber nochmals heran, verpassten aber den Ausgleich. Trotz einer Handverletzung war John Bade mit neun Treffern neben Sebastian Kolberg und Falko Nowak (je 7) bester Schütze des BSV.

Zu Beginn des ersten Durchgangs hatten die Olvenstedter noch knapp die Oberhand und führten bis zum 3:2. Besonders Sebastian Kolberg prägte mit drei Toren in Folge die Anfangsphase auf Seiten des BSV. Nach dem 5:5-Ausgleich gingen die Hausherren beim 6:5 das letzte Mal in Führung. Obwohl er sich teilweise klare Torchancen erarbeitete, scheiterte der BSV in der Folge vor allem an sich selbst. Dabei agierte man vor allem im Gegenstoß oftmals zu hektisch.

Zu häufig fehlte die nötige Einsatzbereitschaft, um sich im Zweikampf durchzusetzen oder Lücken für die Nebenmänner zu schaffen. Da die Gäste auch keine Bäume ausrissen, blieb die Begegnung über lange Zeit ausgeglichen. So ging das Team des Trainergespanns Eckstein/Lantzsch nur mit minimalem Rückstand in die Halbzeitpause (12:13).

Im zweiten Abschnitt schaffte es keine Mannschaft, das Niveau des Spiels zu heben. Die BSV-Angreifer hatten weiterhin Probleme mit der sehr robusten und kompakten 6:0-Abwehr der Gäste. Auf der Gegenseite wurde Güsen das Torewerfen nicht allzu schwer gemacht. Die BSV-Deckung rückte nicht richtig mit und offenbarte so einige Lücken. Insgesamt wirkte die Hintermannschaft des BSV zu statisch und agierte zu zaghaft.

Der Gegner bestrafte die Ballverluste der Hausherren im Angriff meist sofort mit Tempogegenstößen. Infolgedessen wuchs der Rückstand des BSV auf vier Tore an (19:23). Nach dem zwischenzeitlichen 25:25 hatte dieser Abstand beim 27:31 erneut Bestand. Mit einer Manndeckung versuchte der BSV nochmals auf Schlagdistanz heranzukommen. Dies gelang auch, als man binnen zwei Minuten vier Tore erzielte.

In der Schlussphase überzeugte besonders Falko Nowak, der allein vier Treffer zur Aufholjagd beitrug. Zwar schaffte der BSV dadurch den Anschluss (32:33), vermochte es allerdings nicht, die Partie doch noch zu drehen. Folgerichtig musste man sich so letztlich mit 33:34 geschlagen geben.

BSV 93: F. Fredow, Ch. Fredow - Auerbach, Bade 9, Draeger 1, Goldschmidt 2, Grüneberg 3, Kamm 3, Kolberg 7, Nowak 7, Prax, Thiele, Zengerling 1.