Die zweite Vertretung des HSC 2000 Magdeburg setzte sich auch im Finalrückspiel um den HVSA-Cup knapp mit 29:28 (14:14) beim SV Irxleben durch und gewann nach dem 27:22-Hinspielerfolg erstmals den Handball-Landespokal der Frauen.

Irxleben/Magdeburg (jae). Es war ein gutes Finale. Zwar überzeugten beide Mannschaften nicht immer mit spielerischen Elementen, aber was sie an Kampf, Einsatzbereitschaft und Emotionen an den Tag legten, war eines Pokalfinales absolut würdig. Den besseren Start erwischten die Magdeburgerinnen. Mit der gewohnt schnellen und offensiven Spielanlage setzten sie den Gegner von Anfang an unter Druck und führten nach sieben Minuten bereits mit 5:2.

Doch der SVI fand nach und nach besser ins Spiel und kam immer wieder über seine starke Kreisläuferin Kerstin Lincke zum Erfolg. Entweder war sie selbst erfolgreich oder konnte nur strafwurfwürdig gefoult werden. So stand es nach 17 Minuten unentschieden 8:8. Doch die Gäste nahmen den Kampf nun an. Dadurch blieb die Partie bis zum Pausenpfiff ausgeglichen (14:14).

Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatte man kurzzeitig den Eindruck, dass die junge Bundesligareserve die Nervosität packt. Andersrum spielten die Irxleberinnen in dieser Phase aber auch sehr druckvoll. So setzten sie sich bis zur 39. Minute auf 20:17 ab und eine Überraschung schien greifbar nahe. Doch die Stadtfelderinnen fingen sich dank einer mit erneut guten Aktionen glänzenden Cindy Degen und der wieselflinken Fabienne Kracht wieder und konnten wenig später durch die im Angriff gut spielende B-Jugendliche Christin Lüter zum 20:20 ausgleichen.

Aber die nimmermüden Gastgeberinnen ließen sich in keiner Phase des Spiels abschütteln. So ließ sich der SVI auch nicht von einer Roten Karte beeindrucken. Eher im Gegenteil. Es schien, als legten sie nun, ohne Wechselspielerin agierend, noch einmal eine Schippe drauf. Doch die jungen Banditen hielten in dieser Phase voll dagegen und zeigten nun auch, dass sie klar die bessere Spielanlage hatten. So blieb es bis zum Schlusspfiff spannend. Am Ende setzte sich die Bundesligareserve etwas glücklich mit 29:28 durch, denn ein Unentschieden wäre an diesem Tag wohl mehr als gerecht gewesen.

HSC 2000 II: Bormann, Hache - Franke 6, Garz 2, Nösel 3, Heimburg 1, Kumpf 3, Degen 1, Els 1, Lüter 3, Kracht 8, Lampe.