Von Jürgen Brand

Potsdam/Magdeburg. Im letzten Spiel in der 2. Bundesliga musste die SCM-Reserve zum wiederholten Mal mit einem Minikader antreten. So reisten die Elbestädter mit acht Feldspielern und dem Torhüter Philip Ambrosius aus der A-Jugend zum VfL Potsdam und waren von Beginn an der klare Außenseiter gegen den Tabellenfünften.

In den ersten fünf Minuten verlief das Spiel noch ausgeglichen, denn nach einer 2:0- Führung durch Leif Brandt und Nicolay Hauge gingen die Gastgeber erst in der 8. Minute mit 5:4 in Führung, bauten den Vorsprung bis auf 10:7 (12.) aus. Der SCM steckte aber nicht auf und konnte in der 18. Minute durch Vilim Leskovec, der diesmal bei zwölf Versuchen mit neun Treffern bester Torschütze war, zum 12:12 ausgleichen. Doch danach hatten die Potsdamer einen 6:0- Lauf und bauten ihre Führung auf 18:12 aus. Unkonzentrierte und zu schnelle Abschlüsse der Gäste brachte die Heimmannschaft immer wieder in Ballbesitz, so dass sie zur Halbzeit klar mit 24:17 führten und das Spiel schon fast entschieden hatten.

Zu wenig Wechselmöglichkeiten ließen bei Magdeburg nach der Pause keine Hoffnung mehr aufkommen. Eine Resultatsverbesserung gelang lediglich noch bis zum 29:24. Der VfL drehte danach wieder auf und zog auf 36:27 (50.) davon. Bei den Elbestädtern ließen die Kraft und die Konzentration weiter nach und Potsdam feierte nach einer überragenden Saison einen deutlichen 42:32-Sieg.

Der nach Schwerin wechselnde Youngsters-Christian Prokop nach seinem letzten Spiel: "Es waren für mich zwei sehr schöne Jahre in Magdeburg, wir haben mit unserer jungen Mannschaft viel Tempohandball geboten, besonders in den Heimspielen haben wir namhafte Gegner besiegt. Leider ist uns das auswärts nur phasenweise gelungen. Trotz Zwangsabstiegs hat die Mannschaft immer versucht, das Beste auf das Spielfeld zu bringen. Ich wünsche dem Team in der 3. Liga alles Gute und viel Glück. "

SCM II: Ambrosius - Leskovec 9, Brandt 5, Meschke 2, Hauge 8/4, Oswald 2, Kupfer 1, Thoke 3, Kübler 2. Schiedsrichter: Hohlwein (Hamburg)/Michalzik (Nübel). Zuschauer: 300. Siebenmeter: VfL 7/7; SCM 6/4. Zeitstrafen: VfL 5; SCM 3.