Magdeburg ( mho / ka ). Fahrgäste, die am Sonnabend mit der Straßenbahnlinie 9 fuhren, waren überrascht, was ihnen in der Bahn ( an- )geboten wurde. Anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages verteilten Studenten der Zürcher Hochschule der Künste ein Hochglanzmagazin, welches sie eigens für diese Aktion entworfen hatten. Unter den abgebildeten Akteuren in der Zeitschrift befinden sich Menschen mit Down- Syndrom.

Prof. Katharina Tietze, Leiterin des Projektes : " Wir wollen mit unserer Aktion für eine vielfältige Gesellschaft werben, in der man auch offen mit Menschen mit Down- Syndrom umgeht. "

Deshalb fuhr auch eine Vertreterin der Stadtmission mit und erklärte interessierten Fahrgästen, worum es sich beim Down-Syndrom handelt.

Für die Aktion wurde die blaue Straßenbahn der ökumenischen Initiative " hingucken … denken … einmischen " genutzt.

Die Kunststudenten waren mit der Aktion in Magdeburg sehr zufrieden. Viele Fahrgäste hätten sich offen für das Thema gezeigt. Es seien viele interessante Gespräche geführt worden, erklärte Teilnehmer Martin Hoffmann : " Am Ende der Aktion waren fast alle der 1500 Zeitschriftenexemplare verteilt. "

Die Aktion wurde vor Ort von den MVB unterstützt.

Als Down-Syndrom wird eine spezielle Genommutation bezeichnet. Neben für das Syndrom als typisch geltenden körperlichen Merkmalen sind in der Regel die kognitiven Fähigkeiten des betroffenen Menschen beeinträchtigt, so dass es zur geistigen Behinderung kommen kann.