Potsdam/Magdeburg. Am Sonntag fand in der Schach- Jugendbundesliga der 6. Spieltag statt. Die Nachwuchsspieler von Aufbau Elbe Magdeburg mussten dabei in Potsdam eine bittere 1,5:4,5-Niederlage verkraften und stehen nun unter Zugzwang.

Die Elbestädter waren als Titelverteidiger mit weißer Weste nach Potsdam gereist und wollten die gute Ausgangsposition im Kampf um die Meisterschaft verteidigen. Doch schon die ersten Ergebnisse des Mannschaftskampfes ließen Schlimmes erahnen. Philipp Lange verdarb am sechsten Brett eine sehr gute Stellung, indem er eine Figur opferte, ohne dafür Kompensation zu erhalten. In hoffnungsloser Lage musste der Elbestädter schließlich die Partie aufgeben.

Auch Vilen Rafayevych stand gegen den ehemaligen Deutschen Nachwuchsmeister Wiede Friedrich aussichtsreich. Doch dann wollte der Magdeburger den Turm seines Gegenübers gewinnen und übersah dabei einen tödlichen Konter, so dass Rafayevych kurz darauf die Waffen strecken musste.

Völlig chancenlos war am vergangenen Sonntag Karsten Hansch, der frühzeitig einen Bauern verlor und schließlich die Überlegenheit seines Potsdamer Konkurrenten anerkennen musste.

Nachdem der Magdeburger David Rickmann dann in Zeitnot seine Partie einzügig eingestellt hatte, war der Mannschaftskampf beim Zwischenstand von 0:4 für Aufbau Elbe bereits gelaufen. Die Punkteteilung von Stephan Hansch und der Sieg von Marcel Schulz waren nur noch Makulatur.

Mannschaftsleiter Gordon Andre sprach im Anschluss von einer bitteren Niederlage. Zur kommenden Doppelrunde am 12. und 13. März erwartet er von seinen Schützlingen eine deutliche Leistungssteigerung.

In der Tabelle liegen nun der USV Potsdam, Makkabi Berlin, Aufbau Elbe Magdeburg und der SSC Rostock ganz dicht beieinander.

Aufbau Elbe: Rafayevych; Schulz 1; S. Hansch 0,5; K. Hansch; Rickmann; Lange.