Magdeburg. Alles Bemühen und Hoffen war umsonst. Seit dem 1:3 vom Sonntag gegen den FSV Zwickau steht die U 23 des 1. FC Magdeburg als Absteiger aus der NOFV-Oberliga Süd fest. Eine Erfahrung, die neben Kapitän Christian Loth vor zwei Jahren auch schon einmal Fabian Jahnel und Christian Weiß unter dem Trainergespann Wojcik/Middendorf machen mussten.

Vor allem die Heimniederlagen gegen die unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, wie den VfL Halle (1:2) und Wacker Gotha (1:2), oder das glatte 0:3 beim Chemnitzer FC II zehrten an den Nerven. Da nutzten auch die Überraschungserfolge gegen den VfB Auerbach (3:1) oder bei Borea Dresden (3:1) letztlich nichts mehr.

Dabei fing die Partie gegen Zwickau verheißungsvoll an. Nach dem frühen Elfmeter-Tor boten die Blau-Weißen ansehnlichen Angriffsfußball, kreierten Torchancen, sündigten aber bei deren Vollendung. Das sieht auch Kapitän Christian Loth nicht anders. "Wir hätten 2:0 oder gar 3:0 führen können, ja müssen. Am Ende haben wir hinten aufgemacht, wurden klassisch ausgespielt. Wir mussten aber Risiko gehen, denn nur drei Punkte hätten uns noch was genützt", so der 25-Jährige, der nach dem Erfolg bei Borea Dresden vergebens glaubte, der Knoten sei geplatzt.

Inzwischen laufen die Planungen für die Zukunft an. Der neue Sportliche Leiter, Detlef Ullrich, unterstrich bei seiner gestrigen Vorstellung auch die Bedeutung der U 23 als Unterbau für die erste Mannschaft. Die Vereinbarungen mit allen Spielern laufen zum Saisonende aus, sind sowieso nur für jeweils ein Jahr abgeschlossen.

Nachwuchsleiter und Interimstrainer Carsten Müller sowie Teammanager Lutz Pape würden Kapitän Christian Loth, der noch unter Ruud Kaiser beinahe zu seinem Regionalligadebüt gekommen wäre, gern beim Aufbau der neuen U-23-Mannschaft an Deck sehen, doch der Angestellte bei der AOK hat sich noch nicht endgültig festgelegt.