Sudenburg (emü/da). Am 18. Spieltag der Fußball-Verbandsliga konnte der MSV Preussen den ersten vollen Punktgewinn in der Rückrunde verbuchen. Gegen den TSV Völpke gewannen die Magdeburger mit 1:0 (0:0). Schütze des "goldenen Tores" war Routinier Virginijus Dapkus (71.)

Das Spiel verlief recht zähflüssig. Die Gäste aus der Börde standen recht tief und versuchten durch destruktive Spielweise jedwede Fahrt aus der Partie zu nehmen. In den ersten 25 Minuten fand der Gastgeber wenig Mittel, sich gegen die vielbeinige Abwehr durchzusetzen. So war es Steve Röhl, der die erste Möglichkeit hatte. Nach Ecke von Mannschaftskapitän Christian Behr verzog er jedoch knapp (25.). Die größte Möglichkeit in der ersten Hälfte hatte jedoch Innenverteidiger Stefan Mensch, als er wiederum nach einer Ecke von Behr frei zum Kopfball kam, Völpkes Keeper Tenneberg rettete jedoch mit einer Glanzparade. Röhl versuchte sich danach noch einmal freistehend, hatte seine Schussstiefel aber auch nicht richtig justiert. Völpke kam erst kurz vor der Halbzeit zur ersten Chance. Markus Vogel, er wurde früh für den verletzten Philipp Bläsing eingewechselt, verzog in aussichtsreicher Position knapp.

Im zweiten Abschnitt standen die Gäste noch tiefer, Offensivbemühungen waren erkennbar. Dagegen fielen sie immer wieder durch lautes Schreien auf, warfen sich nach Zweikämpfen oft sehr theatralisch hin. Die Preussen mussten viel Geduld aufbringen, um das Defensivbollwerk zu knacken. Die größte Chance hatte zunächst Röhl, der aber wiederum an Tenneberg scheiterte (50.), einen Schuss von Mario Hosenthien (60.) konnte der Keeper mit letzter Not ins Tor-Aus klären. Auch nach der anschließenden Ecke brannte es wieder lichterloh im Strafraum der Gäste. Der eingewechselte Dapkus verfehlte per Kopfball aber knapp (61.). In der 71. Spielminute wurden die Preussen schließlich belohnt. Eine butterweiche Flanke von Röhl nahm Dapkus im Strafraum an, drehte sich und verwandelte eiskalt.

Völpke machte jetzt auf, brachte bis auf eine Chance von Nico Bremse, die Juckelandt aber bravourös klärte, nichts mehr zu Stande. So blieb es beim verdienten 1:0-Sieg, durch den die Preussen auf den zweiten Platz kletterten.

"Es war das erwartet schwere Spiel", sagte Preussen-Coach Dirk Hannemann nach dem Spiel. "Trotzdem war es aufgrund der zweiten Hälfte ein verdienter Sieg. Kompliment an meine Truppe, die nie aufgegeben hat."