Mit neuem Mut und Zuversicht geht es für die Handballdamen des HSC 2000 Magdeburg heute zur wichtigen Auswärtspartie der 2. Bundesliga Nord beim SC Greven 09. Für die Vertretung aus Sachsen-Anhalt hat das Gastspiel im Münsterland nach dem Erfolg der Vorwoche erneut Endspiel-charakter, geht es doch darum, die verbliebene Restchance auf Tabellenplatz sieben und damit den Erhalt der zweiten Liga zu wahren.

Magdeburg. So langsam aber sicher geht es für die Bundes- ligadamen des HSC 2000 Magdeburg in die heiße Schlussphase der Saison. Mit dem Gastspiel beim Tabellenachten SC Greven 09 erwartet die Subocz-Schützlinge an diesem Wochenende nicht nur eine weitere schwere Aufgabe im Kampf um Platz sieben, sondern vor allem ein wahrer Charaktertest.

Wohl allen Beteiligten auf Seiten der Magdeburgerinnen dürfte unlängst bekannt sein, dass jede weitere Niederlage die noch bestehende Restchance auf den angestrebten Qualifikationsplatz zur neuen zweiten Liga in scheinbar aussichtslose Ferne rücken lässt.

Dennoch haben es die HSC-Frauen um Leitwolf Jasmin Maue noch selber in der Hand, so dass auch in Greven die Zielstellung eindeutig auf Sieg steht, wie Co-Trainer Jens Aebi unmissverständlich klar macht: "So lange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir natürlich versuchen, uns die theoretische Chance offen zu halten und voll auf Sieg spielen."

Für die Elbestädterinnen geht es zwar mit einem zuletzt errungen Heimerfolg ins Münsterland, doch konnten die "Bandits" bei ihrem jüngsten Auftritt eben auch nur phasenweise überzeugen. Folglich stand Cheftrainer Grzegorz Subocz in dieser Woche noch so einige Arbeit bevor, die er jedoch nur bedingt mit einem kompletten Kader absolvieren konnte.

Neben Silke Schache (Leistenprobleme) und Beatrice Vogel (leicht erkältet) fehlte auch Juniorennationalspielerin Anne Hubinger, die mit der DHB-Auswahl zum Lehrgang in Baunatal weilte. Nachdem unter der Woche ihr Wechsel zum HC Leipzig bekannt wurde, kann sich die sympathische 17-Jährige in Greven wieder voll auf das Torewerfen konzentrieren und ihrem Team so vielleicht einen entscheidenden Impuls geben.

Doch neben einer wurfeffizienten Angriffsleistung dürften die "Bandits" gegen Greven mal wieder zunächst im Deckungszentrum gefordert sein, wartet da doch mit Sarah Everding die torgefährlichste Spielerin. Hier zeigten die Magdeburgerinnen zuletzt deutliche Probleme in Abstimmung und Laufbereitschaft, die zwar eine glänzend aufgelegte Anne Hofmeister wett machte, aber in Greven zum Stolperstein werden könnten.

Eine weitere Gefahr wartet in den eigenen Reihen des HSC. So gelang es beim letzten Heimsieg gegen Oyten zwar mehrfach, wieder in den so gefährlichen 1:0-Konter zu kommen, doch ließ die Torquote aus dem Gegenstoß sehr zu wünschen übrig. Eine Steigerung zur Vorwoche dürfte also dringend erforderlich sein, will man in Greven ernsthaft punkten können.