Von Uwe Lehmann

Sudenburg. Bei den 20. Ostdeutschen Tennis-Jugendmeisterschaften im Sportpark gingen fünf der sechs Titel an den Tennisverband Berlin-Brandenburg (TVBB). Der TVBB ist der leistungsstärkste der fünf ostdeutschen Landesverbände und stellte mit 27 Teilnehmern das größte Starterkontingent.

Von den zwölf Startern des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt (TSA) erreichte Marlene Herrmann vom TC Sandanger Halle mit Platz drei die beste Platzierung. Sie gewann bei den U-14-Mädels ihre Vorrundengruppe souverän. Durch Siege gegen Anica Stabel (TC BG Steglitz) mit 6:2, 6:4 und Pia zum Felde (Tempelhofer TC) 6:1, 6:0 qualifizierte sich die zwölfjährige Hallenserin für das Halbfinale. Dort unterlag sie der späteren Siegerin, Laura Kretschmer (TC Dresden-Blasewitz), mit 3:6, 2:6. Im Kampf um den dritten Platz behielt Herrmann dann gegen Lina Kunert (SV Dresden-Mitte) mit 6:2, 6:0 die Oberhand.

Aus Magdeburger Sicht ruhten im Kampf auf eine vordere Platzierung die Hoffnungen auf Linda Wilkerling. Sie wurde bei der Auslosung der beiden Vorrundengruppen der schwierigeren Staffel zugelost. Im Auftaktmatch traf die 15-Jährige auf die gleichaltrige Anna Bram (SV Dresden-Mitte). Gegen die Dresdnerin musste sie sich bei den letztjährigen Meisterschaften knapp in drei Sätzen geschlagen geben. Hochmotiviert ging deshalb die Sportlerin vom 1. TCM in dieses Match. Nach verlorenem ersten Satz (2:6) hatte Wilkerling bei einer 4:1-Führung die Breakchance. Sie nutzte diese nicht und verlor mit 4:6. Nach einer weiteren Niederlage gegen die spätere Siegerin Lena Rüffer gelang ihr durch einem 6:3, 6:1 Erfolg gegen Yara Stephan (Dresden-Blasewitz) der dritte Platz in ihrer Gruppe.

Mit einem Sieg (6:3, 2:6, 6:2 gegen Laura Nitzsche TC Erfurt) und einer 0:6, 1:6-Niederlage gegen die Dresdnerin Lina Kunert beendete die zwölfjährige Leonie Stehlich auf Platz zwei der Vorrundengruppe C ihren wochenendlichen Auftritt im Sudenburger Sportpark bei den U-14-Mädels. Ihre Vereinskollegin Sophia Tihomirnova schied nach ihrer 2:6, 0:6-Niederlage gegen die Nr. eins der Setzliste, Nadja Lask (Berliner SV), aus dem U-12-Wettbewerb aus.

Diese Meisterschaften verdeutlichten, dass die Berliner allen anderen Landesverbänden weit voraus sind. Einzig die sächsischen Starter konnten da einigermaßen mithalten und schoben sich auf Platz zwei der Rangliste innerhalb der ostdeutschen Tennisverbände. Landestrainer Michael Heinz: "Um diese Lücke zu diesen Verbänden schließen zu können, wartet auf uns alle in den nächsten Jahren harte Arbeit."