Am 22. Verbandsliga-Spieltag konnte der MSV 90 Preussen wieder einen vollen Punkt-gewinn verbuchen. Gegen die Gäste vom 1. FC Romonta Amsdorf gewannen die Sudenburger mit 3:2 (1:1). Virginijus Dapkus (28.), Kevin Knöfler (52.) und Steve Röhl (57.) trafen für die Preussen, Sebastian Dell (42.) und Andreas Jüttner (89.) waren für Romonta erfolgreich.

Sudenburg (emü). Es waren drei wichtige Punkte für die Hausherren, die damit auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze bleiben. Der gute Fußball, den die Preussen über weite Strecken der Hinrunde präsentierten, wurde den Zuschauern am Samstagnachmittag an der Salzmannstraße aber nicht gezeigt. Da auch die Gäste magere Fußballkost boten, pegelte sich die Partie auf schwachem Verbandsliganiveau ein.

Preussen-Trainer Dirk Hannemann empfand die erlebten 90 Minuten ähnlich: "In einem Spiel zweier schwach auftretender Mannschaften haben wir verdient gewonnen. Die drei Punkte haben wir angestrebt und haben sie erreicht. Mehr war es aber nicht, was hier gezeigt wurde."

Die erste Hälfte war aus Sicht der Preussen die bessere. Sie hatten durch Dapkus (6.) und Mario Hosenthien (17.) gegen die sehr destruktiv spielenden Gäste, welche zunächst keinerlei Offensivdrang zeigten, die ersten Möglichkeiten. Romonta spielte von Beginn an auf Zeit, wollte scheinbar das 0:0 über die 90 Minuten retten.

Routinier Dapkus machte ihnen nach einer knappen halben Stunde einen Strich durch die Rechnung. Nach Vorarbeit von Daniel Sommermeyer und einer Schlafwageneinlage der Amsdorfer verwandelte er eiskalt. Ein Tor aus buchstäblich heiterem Himmel stellte drei Minuten vor der Pause den Ausgleich her, als ein Amsdorfer fast von der Mittellinie auf das Tor schoss. "Der Ball kam genau aus der Sonne, ich habe nur erahnt wo er war und konnte ihn dadurch nicht festhalten", gab Preussen-Keeper Christoph Juckelandt zu Protokoll. Nutznießer war Dell, der zur Stelle war und aus Nahdistanz traf.

In Abschnitt zwei kamen die Magdeburger zu zwei schnellen Treffern. Nach einem Eckball köpfte Hosenthien an den Pfosten, Knöfler setzte nach und verwandelte zum 2:1 (52.). Wenig später traf Röhl nach einem schnellen Angriff zur 3:1-Führung (57.).

Dass es dann doch noch einmal spannend wurde, lag daran, dass die Elbestädter scheinbar auf Ergebnisverwaltung aus waren und sich außerdem in der Offensive durch Fehlpässe oder zu späte Abspiele das Leben schwer machten. Jüttner erzielte dann kurz vor dem Ende den Anschlusstreffer, mehr brachten die Gäste aber nicht zu Stande, so dass der verdiente Sieg der Preussen in einer schwachen Partie feststand.