Magdeburg. Gestern Nachmittag hatte Wolfgang Sandhowe, Trainer der U 23 des 1. FC Magdeburg, einen Zahnarzttermin. Genauso schmerzvoll war für den 57-Jährigen die tags zuvor im Oberliga-Kellerduell erlittene 0:4-Heimschlappe gegen den 1. FC Lok Leipzig. Nicht nur die Höhe der Niederlage, sondern die Art und Weise des Zustandekommens stimmte bedenklich. Die FCM-Zweite war am Sonntag zumindest in der ersten Halbzeit in allen Belangen unterlegen, produzierte vor allem im Defensivverhalten Fehler am Fließband.

Für Berufsoptimist Sandhowe, der taktisch einiges probiert hatte, Bartsch und Hennecke auf den Außenverteidigerpositionen einsetzte, später Glage und Bartsch die Postionen in Angriff und Abwehr tauschen ließ, und Jahnel auf die Sechs, Deumelandt auf die Achter-Position beorderte, bedeutet das 0:4 aber keinen Beinbruch: "Ich habe schon nach dem Hinspiel (1:1/d.A.) gesagt, dass Lok zumindest ins gesicherte Tabellenmittelfeld gehört. Und ich sage auch, wir schaffen es aus eigener Kraft nicht abzusteigen, allerdings muss uns Ruud Kaiser ab und an mit Abstellungen helfen."

Eine Woche zuvor hatte Sandhowe für das letztlich abgesagte Spiel in Halberstadt ein halbes Dutzend Regionalliga-Spieler im Kader, am Sonntag wurde auch noch Torhüter Gropius hochgezogen. "Wir können den Verlust der Außenverteidiger Gebauer und Köhne noch nicht kompensieren, ich weiß aber, dass wir besser spielen können und werden", so der Coach, dem die Abwehrschwächen auch nicht verborgen blieben. Dass sich allerdings auch die erfahrenen Loth und Weiß in der Innenverteidigung so schnell anstecken ließen und manchen Bock schossen, war schon erstaunlich.

Etwas Licht bot dann wenigstens die zweite Halbzeit, in der die FCM-Zweite selbst einige Chancen kreierte, die allerdings allesamt ungenutzt blieben. Am Sonnabend muss die Sandhowe-Truppe beim Tabellenelften, FSV Luckenwalde (Hinspiel 2:2), ran.