Für die Zweitligadamen des HSC 2000 Magdeburg wird die Luft im Kampf um den Klassenverbleib in der 2. Handball-Bundesliga Nord immer dünner. Am 17. Spieltag setzte es für den HSC eine durchaus vermeidbare 24:26 (9:15)-Niederlage beim SC Greven 09, der sich damit auf den begehrten siebten Tabellenrang vorschieben konnte. Neben einer katastrophalen Chancenverwertung war es vor allem die Leistung in der Anfangsphase, die den Elbestädterinnen am Ende mögliche Punkte kostete.

Magdeburg. Nachdem Ina Herbst den Gastgeber nach einer Minute mit 1:0 in Front brachte, gelang Anne Hubinger zwei Minuten später der Ausgleich zum 1:1, so dass die Partie zunächst offen startete. Jedoch nahm das Elend schnell seinen Lauf, so dass es wiederum Herbst vorbehalten war, die Gastgeber mit 2:1 (5.) in Front zu bringen, wobei die HSC-Abwehr bei diesem Treffer mit kollektiver Passivität glänzte.

Doch nicht nur in der Deckung offenbarten sich bereits frühzeitig eklatante Schwächen, sondern auch im Angriff ging bei den Elbestädterinnen rein gar nichts zusammen. So sorgten Fang- und Abspielfehler en massé dafür, dass die ehemalige Magdeburgerin Pauline Radke im Grevener Tor innerhalb der ersten Viertelstunde fast gar nicht in Aktion treten musste.

Wie man schnellen, erfolgreichen Handball spielt, konnten die Gäste selber in der Deckung bestaunen. Dort marschierten die Münsterländer immer mit Volldampf auf die Lücken und konnten dank eines 7:0-Laufs nach 15 Minuten bereits eine verdiente 8:1-Führung vorweisen.

Glücklicherweise fingen auch die Gäste in der Folgezeit mit Handballspielen an, wobei vor allem Karleen Hartmann und Anja Schröder Akzente setzen konnten und mit ihren Treffern zumindest einen noch deutlicheren Rückstand verhinderten. Dennoch betrug der Rückstand nach 26 Minuten beim 13:7 noch immer sechs Tore, die der HSC bis zur Pause auch nicht mehr aufzuholen vermochte, so dass es mit 15:9 für den Gastgeber in die Kabine ging.

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache von Trainer Grzegorz Subocz schienen seine Schützlinge zumindest besser in den zweiten Spielabschnitt zu starten. Laufbereitschaft und Einsatzwille waren fortan in der Deckung das Erfolgsrezept, um den Gastgeber in der Folge das eine ums andere Mal den Ball abnehmen zu können. Darüber hinaus zeigte Torfrau Silke Schache eine gute Leistung, so dass die Bandits aus einer gesteigerten Defensive auch im Angriff besser ins Spiel kamen.

Der HSC kam so auf 17:14 heran (38.), schaffte es dann wieder nicht, seine herausgespielten Chancen zu nutzen. In der Konsequenz konnten sich die Münsterländerinnen auf 22:16 (46.) bzw. 25:20 (52.) absetzen. Mit toller Moral kämpfte sich der HSC noch einmal auf 24:25 (58.) heran. Doch zu einem Punktgewinn reichte es nicht mehr.

HSC 2000: Hofmeister, Schache – Hubinger 5, Vogel 5/2, Maue 3, Schröder 3, Hartmann 3, Schüler 3, Göpel 1, Bange 1, Mendler, Sachse, Seeger.