Magdeburg (elw). Vom Nachholspiel des 16. Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga Nord der Frauen beim Tabellenzweiten 1. FC Lok Leipzig kehrte der abstiegsgefährdete Magdeburger FFC am Sonntag mit einem überraschenden und verdienten 1:1 (0:0) zurück. Ein Eigentor von Anja Beinroth (80.) brachte den Favoriten mit 1:0 in Front. Dania Schuster stellte zwei Minuten später den Endstand her.

Es ist gewiss nicht verwunderlich, dass der Außenseiter mit einer gut organisierten Defensive versuchte, zum Erfolg zu kommen. Der gastgebende 1. FC Lok Leipzig, der sich den Aufstieg in die 1. Bundesliga zum Ziel gesetzt hat, versuchte schnell in Führung zu gehen. So übernahm man auch die Initiative in der Partie.

Die zunächst verunsicherten Magdeburgerinnen fanden mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel und zu eigenen Möglichkeiten. Eine dieser Chancen vergab Jacqueline Ernst (13.). Zudem wurde Anne Roeloffs in aussichtsreicher Position von der sehr gut pfeifenden Unparteiischen wegen vermeintlicher Abseitsstellung "zurückgepfiffen" (16.).

Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie ohne zwingende Torraumszenen. Die Leipzigerin Szuh verpasste in guter Schussposition zwei Mal den Ball. Auf der Gegenseite schloss Stephanie Träbert zu überhastet ab (25.). Glück für den Magdeburger FFC nach einer guten halben Stunde Spielzeit, als ein Herrmann-Schuss an den Querbalken klatschte (35.).

Auch in der zweiten Halbzeit spielten die Magdeburgerinnen, die eine Woche zuvor in einem Test noch gegen die Lok-Reserve mit 1:2 unterlagen, diszipliniert und konzentriert. So konnten die Schüsse von Nyembo (49.) sowie Herrmann (53.) geklärt bzw. abgeblockt werden. Patrizia Steinbrück konnte ihre Möglichkeiten in der 56. und 63. Minute aber auch nicht nutzen.

Zehn Minuten vor dem Spielende wurde ein Lok-Freistoß weit in den Magdeburger Strafraum getreten. Im Kopfballduell zwischen Magdeburgs Beinroth und der Leipzigerin Krengel verlängerte Beinroth den Ball über ihre Torhüterin Almuth Schult hinweg in die eigenen Maschen zur Führung der Gastgeberinnen (80.). Nur zwei Minuten später der Ausgleich. Leipzigs Torhüterin Härling verschätzte sich bei der Hereingabe von Isabelle Knipp, welche die eingewechselte Schuster am hinteren Pfosten einlaufend zum vielumjubelten Ausgleich ins Lok-Tor köpfte (82.).

Bis zum Abpfiff waren beide Mannschaften um den Siegtreffer bemüht, doch blieb es am Ende beim Unentschieden. Für die Gäste um Trainer Steffen Rau verlief die Partie bei einer der Spitzenmannschaften der Liga somit besser als im Vorfeld erwartet. Doch muss im kommenden Heimspiel gegen Aufsteiger 1. FC Lübars nachgelegt werden.

Magdeburger FFC: Schult – Diener, Abel, Beinroth, Bast, Steinbrück, Gabrowitsch, Roeloffs, Träbert (88. Mujovic), Knipp (90. Vogelhuber), Ernst (59. Schuster).