Auf geht’s zum letzten Akt. Nach siebenjähriger Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga bestreiten die Handballerinnen des HSC 2000 heute Abend ihr vorübergehend letztes Spiel in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Dass es dabei für die Aebi-Schützlinge nach Altlandsberg zum ehemaligen Trainer Helmut "Enno" Röder geht, der die Magdeburgerinnen 2007 vor dem drohenden Abstieg bewahrte, ist wohl Ironie des Schicksals.

Magdeburg. Für die Zweit-ligadamen des HSC 2000 geht es am 22. und letzten Spieltag des 2. Handball-Bundesliga Nord noch einmal auf die Reise. Die Schützlinge um Trainer Jens Aebi führt der vorerst letzte Auftritt in der 2. Liga am Samstagabend zum Aufsteiger MTV Altlandsberg, der sich gegenwärtig mit einem Luxusproblem herumschlagen kann.

Während für die Gäste aus Sachsen-Anhalt der Gang in die Drittklassigkeit bereits beschlossene Sache ist, geht man bei den Brandenburgern der quälenden Frage nach, welcher Playoff-Platz es dann am Ende werden wird. Derzeit belegen die Damen um Magdeburgs Ex-Trainer Enno Röder den dritten Tabellenplatz und könnten, einem eigenen Sieg vorausgesetzt, durch eine Hallenser Niederlage sogar am Ende noch die Vizemeisterschaft feiern. Was es am Ende auch werden wird, für die Oderländerinnen geht damit die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte in die Verlängerung.

Auch wenn die Vorzeichen bei beiden Teams nicht unterschiedlicher hätten sein können, sieht man auch auf Magdeburger Seite der Partie recht gelassen entgegen. "Es ist sicherlich nicht ganz so schlecht, dass wir im letzten Spiel der Saison als krasser Außenseiter auftreten können. Ich erhoffe mir dadurch, dass meine Spielerinnen so vollkommen befreit aufspielen und sich somit vielleicht sogar mit einem Erfolgserlebnis aus des Bundesliga verabschieden können", äußerte ein deutlich entspannter Trainer Jens Aebi vor dem Vergleich mit seinem Vorgänger.

Dennoch so ganz ohne Druck geht es auch für den Jungtrainer nicht in die letzte Partie, der nebenbei zugibt, dass ihn die Heimniederlage vor Wochenfrist schon sehr geärgert hat. "Trotz der entspannten Ausgangssituation erwarte ich von den Damen natürlich noch einmal ein letztes Aufbegehren, um zu zeigen, dass wir guten Handball spielen können. Das sind wir vor allem den scheidenden Spielerinnen schuldig", so Aebi weiter.

Diese Forderung dürften seine Schützlinge in erster Linie mit einer besseren Angriffsleistung untermauern können. Während die Deckung der Magdeburgerinnen in den vergangenen Spielen stets recht zuverlässig gearbeitet hat, blieb man im Positionsangriff jedoch weit unter seinen Möglichkeiten und nahm sich somit jeweils selbst die vorhandenen Siegchancen.

Da kam es den Elbestädterinnen ganz gelegen, dass sie unter der Woche während einer Trainerweiterbildung des Handball-Verbandes Sachsen-Anhalt Probanden spielen durften und vor allem beim Thema Gegenstoß gefordert waren. Ob etwas aus dieser Einheit hängen geblieben ist, wird sich am heutigen Abend ab 19 Uhr in der Erlengrundhalle Altlandsberg zeigen.