Am 20. Spieltag der Verbandsliga Sachsen-Anhalt konnte der MSV Preussen beim Punktspiel gegen den BSV Halle-Ammendorf durch einen 2:1 (0:1)-Erfolg einen vollen Punktgewinn einfahren. Patrick Bloßfeld brachte die Gäste aus der Saalestadt unmittelbar vor der Pause in Führung (45.), Nils Oliver Göres (46.) und Virginijus Dapkus (56.) drehten die Partie zu Gunsten der Hausherren.

Sudenburg (emü). Es war das erwartet schwere Spiel für die Preussen. Der Gast aus Halle stand kompakt, spielte grad- linig und schnörkellos. Dennoch waren die Magdeburger das spielbestimmende Team, hatten durch Röhl, dessen Schuss der Torwart gut parierte, die erste Chance. Es war viel Fahrt in der Partie, beide Teams lauerten auf Fehler des Gegners. Den ersten richtigen "Riesen" hatten die Preussen in der 22. Spielminute. Nach einem Kopfball des jungen Tobias Ginter konnte BSV-Torhüter Guth nur prallen lassen, den Nachschuss setzte Dapkus zum Leidwesen der Preussen-Fans im Magdeburger Heinrich-Germer-Stadion nur an den Außenpfosten.

Der Sekundenzeiger der Stadionuhr hatte die Runde noch nicht geschafft, als sich die nächste Chance für die Preussen bot. Göres haute den Ball aber aus Nahdistanz, wiederum nach Vorarbeit von Ginter, knapp übers Tor. Routinier Dapkus, der ein ständiger Unruheherd im Sturmzentrum der Preussen war, hatte die nächste Großchance auf dem Fuß, seinen Schuss von der Strafraumgrenze klärte ein Ammsdorfer Abwehrbein in letzter Not.

Dann die eigentliche Führung für die Sudenburger. Göres setzte sich in toller Manier im Sturmzentrum durch, sein Schuss mit dem rechten Außenrist klatschte an den Querbalken, den Abpraller netzte Dapkus souverän ein. Doch hob der Assistent die Fahne und Schiedsrichter Johannes Schipke entschied auf Abseits. Eine klare Fehlentscheidung! Dapkus: "Als Nils aufs Tor schoss, befand ich mich auf der 16-Meter-Grenze im Zweikampf. Ich war nie im Abseits."

So kam es, wie es kommen musste. Sekunden vor dem Abpfiff erzielten die Gäste den 1:0-Führungstreffer. Nachdem die Abwehr ausgehebelt wurde, schob Bloßfeld unbedrängt ein.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Auf halbrechts war Göres zur Stelle und erzielte den völlig verdienten 1:1-Ausgleich. Der negative Anfang der zweiten Hälfte fand für die Hallenser in der 51. Spielminute ihre Fortsetzung. Nachdem die Abwehrkette der Gäste ein weiteres Mal geknackt wurde, war Ginter frei durch, Bloßfeld konnte ihn nur durch ein rüdes Foul von hinten stoppen und sah dafür Rot.

Als dann Dapkus nach schöner Vorarbeit von Göres und Sommermeyer zur 2:1-Führung für die Preussen traf (56.), schien das Spiel für die Preussen entschieden. Sie hatten auch weiterhin zahlreiche hundertprozentige Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben, so dass es bis zum Spielende spannend blieb. Letztendlich war es ein verdienter Erfolg für die Magdeburger. "Der Sieg war aufgrund der vielen Chancen verdient, kämpferisch und spielerisch waren wir den Gästen überlegen", resümierte Preussen-Coach Dirk Hannemann.