Stadtfeld (mhc/hma). Nach 90 Minuten stand eine weitere bittere Heimpleite für den MSV Börde fest. Die Stadtfelder vergeigten am Wochenende das sechste Heimspiel in Folge, unterlagen dem Tabellenzwölften Grün-Weiß Potzehne mit 0:1. Oliver Gase stellte durch seinen direkt verwandelten Freistoß in der 40. Minute bereits den Endstand her.

Dass dieser Sieg durchaus verdient war, liegt an einer starken ersten Hälfte der Gäste aus der Altmark. Sowohl in der ersten und in der siebenten Spielminute hätte Potzehne in Führung gehen können, aber Keller und Behrends nutzten ihre hundertprozentigen Chancen nicht. Danach bemühte sich der MSV Börde, wirkte aber völlig verunsichert und fand kein Mittel gegen das laufstarke Spiel der Gäste.

Nachdem Grün-Weiß einige weitere Möglichkeiten nicht nutzte, war der MSV Börde mit dem knappen Pausenstand noch gut bedient. In der zweiten Hälfte war der Wille bei den Hausherren zu erkennen, das Spiel noch zu drehen. Schüsse von Zoll, Wolff und Wunderling wurden vom Gästekeeper entschärft und Kopfballmöglichkeiten von Mähnert und Kelm strichen knapp am Tor vorbei. Potzehne blieb bei Kontern stets gefährlich. Als schließlich Kelm noch neben Mähnert im Sturmzentrum auftauchte, hätten die Gäste die sich bietenden Räume fast zur höheren Führung genutzt.

Die Stadtfelder sind seit Mitte Oktober auf eigenem Platz ohne Punktgewinn, haben einen echten Heimfluch. Trainer Michal Heckelmann, der noch längere Zeit auf Tim Weisser und Maik Lonhardt verzichten muss, Dustin Lenz zur Pause wegen Magenbeschwerden sowie später den gelb-rot gefährdeten Philipp Heise aus dem Spiel nehmen musste, verwies auf die fehlenden personellen Alternativen: "Gegen tief stehende Mannschaften haben wir Probleme, Druck aufzubauen. Zudem fehlen uns die typischen Strafraumbrecher."

MSV Börde: Angerstein – Sommer, Kelm, Wolff, Kolodziej, Wunderling, Mähnert, Heise (65. Stellmacher), Zoll, Lohse, Lenz (46. Lüter).