Stadtfeld (jae). Am vergangenen Sonnabend konnten die Handballerinnen des HSC 2000 II im Spitzenspiel der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen gegen den Tabellendritten SG Lok Schönebeck einen durchaus souveränen 37:18 (14:11)-Heimerfolg feiern. Vor allem die starke Deckungsleistung mit einer gut aufgelegten Jana Mracek im SG-Gehäuse und das sehr gut funktionierende Konterspiel in Durchgang zwei waren Garant für den deutlichen Sieg.

Bereits von Beginn an drückte der HSC II, der ohne Haupttorschützin Daniela Franke, Torhüterin Anne Bormann und Nachwuchsspielerin Christin Lüter antreten musste, enorm auf das Tempo. Allerdings spielte man in der ersten 20 Minuten im Umkehrverhalten von Abwehr auf Angriff noch zu kopflos. So blieben die Schönebeckerinnen bis zum 7:8 noch auf Tuchfühlung.

Dann sorgte Cindy Degen für ein Achtungszeichen. Nachdem Torhüterin Jana Mracek bei den ersten vier Strafwürfen nicht den Hauch einer Chance hatte, wechselte das Trainergespann Lampe/Aebi zum nächsten Strafwurf Feldspielerin Degen ins Tor. Mit dem psychologischen Vorteil auf ihrer Seite konnte sie ihn unter dem Jubel der Zuschauer parieren. Fortan erspielten sich die Magdeburgerinnen bis zum Pausenpfiff einen kleinen Vorteil (14:11).

Mit alten Magdeburger Handballtugenden wurden die Schönebeckerinnen in den zweiten 30 Minuten förmlich überrannt. Aus einer sehr kompakten und lauffreudigen Abwehr heraus, startete die Heimsieben immer wieder erfolgreiche Konterangriffe. Hier taten sich vor allem Mracek als Passgeberin und Monique Kumpf als Ballverteilerin hervor. So hatten die Bandits bereits nach 40 Minuten für eine Vorentscheidung (20:12) gesorgt.

Auch die fällige Auszeit vom Gästetrainer konnte den Sturmlauf der Bundesliga- reserve von der Elbe nicht mehr bremsen. So gewann man am Ende etwas überraschend, dank einer starken Mannschaftsleistung auf allen Positionen aber auch in der Höhe verdient 37:18 (14:11).

HSC 2000 II: Mracek – Garz 6, Sellaoui 5, Lampe 2, Nösel 3, Kracht 3, Els 2, Kumpf 4, Heimburg 6, Fliess 2, Degen 1, Klöppel 3.