Magdeburg. Die beiden Spitzenteams der Fußball-Stadtliga schwächelten am 18. Spieltag im Gleichschritt. Zum einen verpasste Tabellenführer Roter Stern Sudenburg durch ein 2:2-Remis beim VfB Ottersleben den Ausbau seines Vorsprungs. Das Unentschieden des Spitzenreiters konnte hingegen Verfolger Fermersleber SV nicht nutzen. Die Südoster verloren beim Tabellendritten HSV Medizin 0:1 und haben nun drei Zähler Rückstand auf Roter Stern. In der Abstiegszone gelang nur der zweiten Mannschaft von Germania Olvenstedt mit einem 2:1-Heimsieg über die Preussen-Reserve ein Schritt Richtung Klassenerhalt.

Der VfB Ottersleben II legte eine starke erste Halbzeit gegen Roter Stern Sudenburg hin und führte bereits nach drei Minuten durch einen Elfmetertreffer von Rico Nitschke. Den Sternen gelang erst nach dem Wiederanpfiff eine Steigerung, die mit den Treffern von Sebastian Preckel (71.) und Robert Grüning (83.) belohnt wurden. Als der Sieg bereits zum Greifen nah war, markierte jedoch Daniel Tobisch für die VfB-Zweite noch den letztlich verdienten 2:2-Endstand.

Den zweiten Sieg in Folge konnte Germania Olvenstedt II gegen den MSV 90 Preussen II einfahren. Es dauerte jedoch bis in die Schlussphase hinein, ehe die drei Punkte feststanden. Zunächst einmal gelang Wenzel Steinbach für die Olvenstedter nach 20 Minuten der Führungstreffer. Davon ließen sich die Lemsdorfer nicht beirren, sondern erzielten noch vor der Pause das 1:1 (Mirek Dobberahn, 38.). Bis kurz vor dem Ende hätten beide Teams zum Siegtreffer gelangen können, doch es waren die Platzherren, die den glücklicheren Schlussspurt hinlegten. Preussen-Schlussmann Sascha Bernet verhinderte im eigenen Strafraum mit einem Foul den Torerfolg von Andy Bauerfeind und sah die rote Karte. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Roman Krüper zum 2:1-Erfolg für die Olvenstedter (89.).

Durch das "Goldene" Tor von André Thiede konnte sich der SSV Besiegdas 03 gegen Aufbau/Empor Ost durchsetzen. Nach einer ersten halben Stunde ohne Höhepunkte reagierte Thiede aus dem Gewühl heraus am schnellsten und netzte zur Führung ein. Bis zur Pause hätte Besiegdas noch erhöhen können, scheiterte aber bei drei guten Möglichkeiten. Nach dem Kabinengang beruhigte sich die Partie zunächst, ehe die Gäste ab Mitte der zweiten Halbzeit stärker auf den Ausgleich drückten, ohne jedoch zu einem eigenen Treffer zu kommen. Letztlich geht der knappe Sieg für Besiegdas in Ordnung.

Eine vor allem zum Ende hin turbulente Partie lieferten sich der ESV Lok Südost und die SG Handwerk II. In einer Partie mit wenigen Chancen entschieden letztlich die Treffer von Ronny Kryk (9.) und Christian Felsche (70.) die Partie mit 2:0 für die Gäste. Farbe bekam das Abstiegsduell zusätzlich in der Schlussphase, als zunächst Lok-Spieler Pascal Schweigel in der 85. Minute die gelb-rote Karte sah. Dies schien das sportlich eigentlich entschiedene Spiel noch einmal aufzuheizen, jedoch übertrieben es zwei Akteure kurz vor dem Schlusspfiff ganz entschieden. "Handwerker" Felsche sowie Lok-Spieler Tobias Lübs lieferten sich ein Handgemenge, in deren Folge beide den roten Karton sahen (89.).

Einige Probleme hatte der FC Zukunft mit Tabellenschlusslicht 1. FC Magdeburg III. Zwar agierten die Lemsdorfer im gesamten Spiel überlegen und hatten auch zahlreiche Torchancen, aber nur ein Treffer von Dirk Bergholz (26.) wollte gelingen. Die FCM-Dritte konterte zur Pause mit einem Treffer von Robert Leonhardt, der ein Missverständnis zwischen Henning Hoffmann und FCZ-Keeper Benjamin Jäger eiskalt ausnutzte (39.). Nach dem Wiederanpfiff wurde es ein Spiel auf das Tor der Gäste, die bis zur Schlussminute ohne weiteren Gegentreffer blieben. Erst ein Elfmetertreffer von Bergholz (90.) sicherte die Punkte für die Heimmannschaft.

Das Spitzenspiel zwischen dem HSV Medizin und dem Fermersleber SV wurde durch den Treffer von HSV-Spieler Thomas Fehske entschieden. In der 20. Minute nahm Fabian Mußel einen langen Abschlag von HSV-Schlussmann Matthias Schneider auf und bediente den mitgelaufenen Fehske zum 1:0. In der Folgezeit hatten beide Teams Möglichkeiten zu weiteren Treffern. Gleich mehrfach zeichnete sich Schneider aus, der seinem Team vor allem in der Schlussphase der ersten Halbzeit den Vorsprung rettete. Der FSV gab sich zu keinem Zeitpunkt auf, fand jedoch an diesem Tag kein Mittel, um dem Spiel noch eine Wendung zu geben.

Mit dem gleichen Ergebnis endete die Partie zwischen dem BSV 93 und dem Polizei-SV. Hier konnten die Gäste am Ende durch den frühen Treffer von Sebastian Feuerstack die drei Punkte mit nach Hause nehmen. In der Folgezeit verstanden es beide Mannschaften nicht, weitere gute Möglichkeiten zu erspielen. Am Ende war der PSV ein glücklicher, aber nicht unverdienter 1:0-Sieger.