Magdeburg ( amu ). Am vergangenen Sonntag sorgte der frischgebackene Frauen-Landesmeister Sachsen-Anhalts im Volleyball für eine Überraschung. Der USC Magdeburg gewann zunächst im Viertelfinale des VVSA-Pokal 2010 / 11 gegen Pädagogik Schönebeck II mit 3 : 0-Sätzen. Im anschließenden Halbfinale wurde der VC 97 Staßfurt mit 3 : 2 Sätzen bezwungen. Damit stehen zum ersten Mal in der Geschichte des USC Magdeburg die Volleyball-Frauen im Landes-Pokalfinale.

Einen Superstart legten die Volleyballerinen aus Magdeburg gegen die Schönebeckerinnen hin. Mit einem klaren 3 : 0-Sieg ( 25 : 12, 25 : 6, 25 : 6 ) wurde die Landesligamannschaft geschlagen. Die Sätze nutzte Trainer Matthias Waldschik, um die Spielerinnen auf verschiedenen Positionen zu testen bzw. einzuspielen.

Das Spiel VC 97 Staßfurt gegen SG Chemie Zeitz, Sechstplatzierter aus der Landesoberliga, entschied der Absteiger aus der Regionalliga Nord ebenfalls mit einem 3 : 0-Erfolg für sich.

Somit trafen im Spiel um den Einzug in das Pokalfinale der USC und der VC 97 Staßfurt aufeinander. Nach einem unkonzentrierten Start auf Seiten des USC, bei dem vor allem Team-Absprachen in der Annahme und Feldabwehr fehlten, steigerte sich die Mannschaftsleistung noch erheblich ( 22 : 25 ).

Im zweiten Durchgang agierten die Magdeburgerinnen u. a. im Angriff viel selbstbewusster. Auch mit starken Aufschlägen setzte man die gegnerische Annahme unter Druck und schaffte so den Ausgleich ( 25 : 20 ).

Souverän und routiniert spielte man im dritten Satz. Der gut gestellte Block entschärfte die Angriffe der Staßfurter Damen und ein kluger Angriffsaufbau brachte die nötigen Punkte für das USC-Team ( 25 : 18 ). Im vierten Durchgang bescherte ein Einbruch in der Annahme der gegnerischen Mannschaft einen Vorsprung, den der Landesmeister nicht mehr in der Lage war, aufzuholen ( 18 : 25 ).

Im Entscheidungssatz erwachte der Kampfgeist bei den USC-Damen und führte zu einer deutlichen Steigerung in allen Elementen. Hervorragende Aufschläge, konsequente Blockaktionen sowie erfolgreiche Angriffsabschlüsse bescherten den Magdeburgerinnen wichtige Punkte und ließen sie am Ende jubeln ( 15 : 11 ).

Trainer Waldschik erklärte später : " Wir haben schon mehrere Jahre versucht, in das Pokalfinale einzuziehen und sind immer in der dritten Runde gescheitert. Nun endlich hat es geklappt, weil sich die Mannschaft spielerisch gut entwickelt hat. "

USC : Baake, Bechmann, Bürger, Büssow, Flach, Lohfink, Mehl, Mutzeck, Soldmann, Zich.