Eichenweiler. In der Neuauflage der Endspielpaarung des vergangenen Jahres setzten sich die Alten Herren des MSV Börde am Freitagabend vor über 200 Zuschauern gegen den MSV 90 Preussen im Endspiel um den Fußball-Stadtpokal der Alten Herren mit 4:2 (2:2) durch. Damit sicherten sich die Stadtfelder nicht nur den zehnten Pokalsieg insgesamt, sondern auch zum ersten Mal in der Geschichte dieses Wettbewerbes für diese Altersklasse zum dritten Mal in Folge.

In einem begeisternden und vor allem in der ersten Halbzeit auf sehr hohem Niveau stehenden Spiel brachte Sebastian Hellmann den späteren Sieger nach toller Vorarbeit von Jens Meinhard nach zwölf Minuten mit 1:0 in Front. Doch nur eine Minute später erzielte Dirk Hannemann für die Preussen, die sich zudem auch mit Verbandsliga-Spieler Virginijus Dapkus verstärkten, mit einem tollen Freistoßtor das 1:1. Allein dieser Treffer war zu diesem Zeitpunkt das Kommen wert. Und sechs Minuten später brachte Andreas Zimmler die Sudenburger nach einem Lattenknaller von Hannemann und einem Abstauber mit 2:1 in Führung. Doch noch vor der Pause erzielte Marco Lange das 2:2 (33.).

Nach dem Wechsel war nur noch der MSV Börde erfolgreich. Zunächst zeigte auch Jens Wittke, dass er ein begnadeter Freistoßspezialist ist. Sein Kracher landete am Lattenkreuz des Preussentores. Den Abpraller bugsierte dann Lange über die Linie (66.). Und in der Schlussminute setzte der Pokalsieger noch mal einen Konter, den Hellmich ebenfalls mit seinem zweiten Treffer abschloss.

Beide Mannschaften boten den zahlreichen Zuschauern in der ersten Hälfte ein ausgeglichenes Spiel. Allerdings hatten die Preussen klare Chancenvorteile. Doch zweimal vergeigte Dapkus die hundertprozentigen Möglichkeiten frei vor Börde-Keeper Uwe Klaeger auftauchend.

Nach dem Wechsel legte der MSV Börde nochmal eine Schippe drauf. Mit zunehmender Spielzeit mussten die Preussen dann dem hohen Tempo Tribut zollen. Allerdings haderten die Sudenburger auch mit Schiedsrichter Werner Gravert. Eigentlich hatte der MSV den Freistoß, der zum 3:2 führte, bereits ausgeführt und den Ball verloren. Da dies aber im Rücken von Gravert geschah, pfiff er den Ball zurück. Dann kam Wittke, nahm Maß und Lange schob den Abpraller rein.

Danach ergaben sich für die Stadtfelder Kontermöglichkeiten. Doch Börde-Stürmer Sven Potyka machte es Dapkus gleich, konnte zwei gute Möglichkeiten nicht nutzen.

MSV Börde: Klaeger – Lange, Wittke (72. Neumann), Meinhard, Thierau (77. Römer), Grudz, Michme, Hellmich, Potyka (79. Look), Siersleben, Ricks.

MSV 90 Preussen: Haberland – Großjohann, Kühlewind, Eckhardt, Lindner (53. Ansorge), Zimmler (58. Behrend), Wollnow, Hannemann, Dapkus, Dobberahn, Gscheidt.