Magdeburg. Drei Spieltage vor dem Saisonende ist in der Fußball-Landesklasse, Staffel 2, sowohl an der Tabellenspitze als auch in der Abstiegsfrage noch nichts entschieden.

Jedoch Germania Olvenstedt (5.), der TuS 1860 Neustadt (7.) und der MSV Börde II (10.) werden auch im nächsten Jahr sicher Landesklasse-Fußball spielen können. Anders sieht dies für den BSV 79, der als Tabellenschlusslicht bereits seit einigen Wochen für die Stadt-liga planen kann. Ebenfalls auf einem Abstiegsplatz rangiert der SV Arminia (14.), der jedoch noch alle Chancen hat, in den verbleibenden drei Partien über den "Strich" zu kommen. Die einzige Partie in Magdeburg an diesem Wochenende steigt in der Büchnerstraße, wo ab 15 Uhr der BSV 79 den TuS 1860 Neustadt zum Derby erwartet. Alle anderen Teams sind zur gleichen Anstoßzeit auswärts gefragt.

Nach drei Partien als Coach der Neustädter konnte Frank Cebulla bisher erst einen Punkt einfahren (1:1 gegen den 1. FSV Nienburg) und ist damit nicht zufrieden: "Insgesamt sind wir seit fünf Spielen ohne Sieg, haben dabei vier Niederlagen hinnehmen müssen. Logischerweise wollen wir mal wieder drei Punkte einfahren." Dabei ist die Aufgabe beim Tabellenletzten jedoch kein Spaziergang für den TuS-Coach: "Die Cracauer haben zuletzt gute Ergebnisse erzielt und jeweils nur knapp verloren. Wir sind hingegen schon in der Planungsphase für die neue Saison und proben bereits den Ernstfall. Da ist das Spiel beim BSV 79 ein weiterer Schritt. Und außerdem soll das Derby gewonnen werden." Fehlen werden bei den Neustädtern Nico Böhme und Patrick Oeding, die jeweils ihre fünfte Gelbe Karte absitzen.

Trainer Günther Reinke ist mit dem BSV 79 zwar schon abgestiegen, gibt sich für morgen aber kämpferisch: "Wir wollen uns achtbar aus der Affäre ziehen. Es gibt kein Aufstecken, wir sind motiviert." Verzichten muss Reinke, der übrigens auch in der neuen Saison bei den Cracauern weiter macht, auf Routinier Torsten Schwabe, der sich vor einer Woche beim Spiel in Klein Wanzleben einen Muskelfaserriss zuzog. "Ein herber Verlust. Als er raus musste bekamen wir das Tor zur 0:1-Niederlage."

Die Formkurve der Olvenstedter Germania zeigte in den letzten Wochen steil nach oben. Nach dem gewonnenen Pokalfinale gegen den MSV Börde II (6:3) konnten auch die folgenden beiden Liga-Partien siegreich gestaltet werden. Damit kletterten die Schützlinge von Trainer Maik Herrmann in der Tabelle auf den fünften Platz. Nun kann mit einem weiteren Sieg bei der ZLG Atzendorf (11.) sogar noch der dritte Tabellenplatz erreicht werden.

Um eine bessere Platzierung in der Abschlusstabelle geht es auch noch für die zweite Mannschaft des MSV Börde. Nach dem überraschenden 3:2-Heimsieg gegen den SV Irxleben feierten die Stadtfelder bereits am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt. Nun winkt bei einem Erfolg beim Tabellennachbarn Union Heyrothsberge (8.) sogar noch ein einstelliger Tabellenplatz für die Börde-Kicker.

Durch die 1:3-Niederlage bei Germania Olvenstedt und den gleichzeitigen Sieg von Kontrahent Empor Klein Wanzleben gegen den BSV 79 (1:0) rutschte der SV Arminia wieder in die Abstiegszone hinein. Dabei lieferte die Mannschaft von Trainer Andreas Heyse eine gute Vorstellung in Olvenstedt ab, scheiterte jedoch einmal mehr wegen der schlechten Chancenverwertung. Nun gibt es keine Ausreden mehr, denn beim Tabellendritten SV Irxleben muss zumindest ein Remis her, um die Hoffnungen auf den Klassenerhalt nicht vorzeitig begraben zu müssen.

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