Noch sind in den Fußball- Ligen und -Klassen auf Landesebene vier Spieltage zu absolvieren. Doch die Spannung an der Tabellenspitze und im Kampf gegen den Abstieg ist überall groß, da in den wichtigsten Fragen kaum etwas entschieden ist.

Magdeburg. In der Verbandsliga ist im Kampf um die Landesmeisterschaft und den damit verbundenen Oberliga-Aufstieg noch keine Entscheidung gefallen. Die besten Aussichten auf Rang eins haben jetzt noch Union Sandersdorf (55 Punkte), Grün-Weiß Piesteritz (52) und der BSV Ammendorf aus Halle (51). Doch auch die Magdeburger Preussen (48) haben sich noch nicht ganz aufgegeben.

Am Tabellenende dürfte Naumburg (13) abgestiegen sein, zumal die Domstädter nur noch gegen Konkurrenten aus den Top 10 spielen. Völpke (16) dagegen wittert noch seine Chancen, zumal man noch gegen Staßfurt (20) und Stendal (24) zu Hause spielt. Staßfurt hofft dagegen, dass die vier Zähler Vorsprung auf Völpke reichen.

In den Landesligen Nord und Süd blicken die Fußballfans besonders auf die Entscheidungen an der Tabellenspitze. Im Norden streiten sich mit dem Schönebecker SC (55), dem Aufsteiger SV Fortuna (55) und der zweiten Mannschaften des VfB Germania Halberstadt (50) noch drei Teams um den Verbandsliga-Aufstieg. Das wohl leichtere Restsprogramm der beiden punktgleichen Spitzenreiter hat der SV Fortuna, der auswärts in Thale (14.) und Potzehne (12.) sowie zu Hause gegen Mechau (13.) und Bismark (10.) antreten muss. Der SSC spielt dagegen zu Hause gegen Gerwisch (15.) und den Lokalrivalen Schönebecker SV (11.) sowie in Salzwedel (8.) und am letzten Spieltag beim VfB Ottersleben (4.).

In der Südstaffel fällt die Entscheidung um den Aufstieg zwischen den punktgleichen SV Rot-Weiß Kemberg und VfB IMO Merseburg (beide 53) und dem SV Romonta Stedten (52). Nicht auszuschließen, dass in dieser Staffel am Ende gar das Torverhältnis entscheidet.

Mehr oder weniger spannend geht es in den für den Fußball-Norden unseres Landes eingeteilten Staffeln der Landesklasse zu. In der Staffel 1 benötigt Spitzenreiter Möringer SV aus den vier Spielen gegen Gardelegen (7.), Haldensleben II (15.), Klötze (13.) und Krevese (4.) noch drei Punkte, um den erstmaligen Landesliga-Aufstieg perfekt zu machen. Die zur Winterpause das Klassement anführenden Burger haben im zweiten Saisonabschnitt erst 16 Punkte geholt und als Tabellenzweiter bereits zehn Punkte Rückstand auf Möringen.

In der Staffel 2 liefern sich die ehemaligen Landesligisten FSV Barleben und TSV Rot-Weiß Zerbst ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins. Beide haben derzeit 58 Zähler auf der Habenseite. Allerdings hat Barleben mit den Spielen gegen Heyrothsberge (8.), Nienburg (15.), BSV 79 (16.) und Hadmersleben (9.) tabellarisch gesehen das leichtere Restprogramm gegenüber Zerbst, das noch gegen Hadmersleben (/9.), Seehausen (4.), Gommern (5.) und Atzendorf (11.) spielen muss.

In der Staffel 3 machen sich noch vier Teams Hoffnungen auf den Landesliga-Aufstieg: Askania Bernburg II (53), Grün-Weiß Ilsenburg (52), Lok Aschersleben (51) und der SV Westerhausen (47.). Eine Prognose scheint nahezu unmöglich, sieht man sich das Restprogramm nur der ersten drei an. Bernburg II muss noch gegen Aschersleben (3.), Köthen (5.), Reppichau (6.) und Westerhausen (4.) spielen. Ilsenburg hat noch Blankenburg (9.), Heudeber (7.), Aschersleben (3.) und Köthen (5.) als Konkurrenten. Daher könnte Aschersleben, das noch gegen Bernburg II (1.), Quedlinburg (15.), Ilsenburg (2.) und Gernrode (12.) spielt, durchaus lachender Dritter sein.