Mit einem verdient erkämpften Punktgewinn gegen den Meisterschaftsdritten 1. FFC Turbine Potsdam II beendete der Magdeburger FFC am Sonntag im Heinrich-Germer-Stadion versöhnlich die zweite Spielserie in der 2. Frauenfußball-Bundesliga Nord. Lavinia Timme (17.) brachte Potsdam in Führung, Katja Gabrowitsch markierte nach 33 Minuten bereits den Endstand.

Sudenburg (elw). Bei sehr guten äußerlichen Bedingungen, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein sowie hervorragenden Platzbedingungen, sahen die gut 200 Zuschauer eine abwechslungsreiche Partie, in der sich beide Mannschaften überwiegend neutralisierten.

Der erste Torschuss und Angriff der Gäste aus Potsdam wurde auch gleich zum Führungstreffer genutzt. Potsdams Spielführerin Henrike Schödel, konnte den Ball unbedrängt im Mittelfeld führen, passte auf Stürmerin Lavinia Timme, die die MFFC-Abwehrreihe geschickt hinterlief und auch Magdeburgs Torhüterin Almuth Schult keine Abwehrmöglichkeit ließ (17.).

Die Gastgeberinnen scheiterten immer wieder an der gleichen Pass- sowie Zuspielungenauigkeit. Darüber hinaus stellte die Potsdamer Viererkette die MFFC-Offensive ein ums andere Mal "abseits". Torchancen blieben allerdings auf beiden Seiten aus. Es war eine gute halbe Stunde gespielt, da erreichte Katja Gabrowitsch noch im letzten Augenblick den eigentlich zu kurz gespielten Querpass von Stephanie Träbert. Danach landete ihr Schuss unhaltbar zum Ausgleich im Winkel (33.).

Zwei Minuten später eine tolle Reaktion von Potsdams Torhüterin Hohlfeld, die einen Kopfball aus Nahdistanz von Stephanie Abel noch zur Ecke abwehrte (35.).

Das chancenlose, aber nicht langweilige Spiel setzte sich in der zweiten Halbzeit fort. Die Potsdamerinnen reagierten mehr auf die "harmlosen" Angriffsversuche der Magdeburgerinnen, als selbst entscheidend die Initiative zu ergreifen.

MFFC-Torhüterin Almuth Schult konnte in der 74. Minute noch einmal ihre ganze Klasse unter Beweis stellen. Nachdem Sandra Starke allein auf Schult zulief, blieb sie lange stehen, so dass sie den Schuss von Starke erfolgreich abwehrte. Da es die letzte Torchance in dieser Partie war, rettete sie in ihrem letzten Spiel für den MFFC schließlich den Punktgewinn gegen die favorisierten Potsdamerinnen. Nach dem Spiel wurde Schult, die zum Erstligisten Bad Neuen-ahr wechselt, feierlich vom Verein verabschiedet.

In Leipzig gewann der Hamburger SV II im Meisterschafts-endspiel gegen den schon seit vier Wochen feststehenden Erstligaaufsteiger 1. FC Lok Leipzig in einer lange offenen Partie mit 5:2. Damit sicherte sich die Bundesligareserve aus Hamburg ungeschlagen den Meistertitel.

MFFC: Schult – Diener (46. Ernst), Abel, Beinroth, Bast, Träbert (66. Kunschke), Gabrowitsch, Roeloffs, Krakowski, Steinbrück (82. Vogelhuber), Schuster.