Sudenburg. Große Freude wollte beim MSV 90 Preussen am Freitagabend nach dem 4:3-Erfolg über den SV 09 Staßfurt nicht aufkommen. Zu groß saß der Frust bei Trainern und Spielern, dass man einen komfortablen 4:1-Vorsprung fast noch verspielte.

"Über 70 Minuten haben wir ein gutes Spiel abgeliefert. Wir haben sehr geordnet gespielt, gute Kombinationen gezeigt und uns viele Chancen herausgearbeitet. Doch in den letzten 20 Minuten wurden wir zu nachlässig. Da hat die Zuordnung gefehlt, waren wir in der Rückwärtsbewegung nicht auf der Höhe. Das wäre dann fast noch ins Auge gegangen. Insgesamt war der Sieg meiner Mannschaft aber hochverdient", meinte Preussen-Trainer Dirk Hannemann gestern am Volksstimme-Telefon. Am Spieltag selbst wollte sich der Coach nicht lange äußern, verließ recht schnell das Germerstadion, um einen privaten Termin wahrzunehmen.

Neben dem mit Traumpässen aufwartenden Mario Hosenthien wussten in den ersten 70 Minuten auch die beiden Doppeltorschützen Steve Röhl, der am Freitag Geburtstag feierte, und Nils Oliver Göres zu gefallen. Letzterer spielte mit der Nummer neun, mit der eigentlich der mit einer Muskelverletzung ausfallende Virginijus Dapkus aufläuft. Diese Zahl scheint ihm Glück gebracht zu haben.

Erstmals stand Alexander Siemke in der Rückrunde nach seiner schweren Knieverletzung wieder im Kader der Preussen. Der Mittelfeldmann wird, wenn er wieder hundertprozentig fit ist, das spielerische Potential der Sudenburger noch weiter verbessern. Vielleicht spielt er ja bereits am kommenden Wochenende, wenn die Preussen auf Bitten des HFC bei dessen zweiter Mannschaft bereits um 14 Uhr auflaufen.

Das nächste Heimspiel gegen den 1. FC Lok Stendal bestreitet die Hannemann-Elf am 20. Mai wieder an einem Freitag. Die Fans jedenfalls nehmen diesen Wochentag gerne an, wie die 120 zahlenden Zuschauer im Heinrich-Germer-Stadion bewiesen. Eine Zuschauerzahl, die auch den in dieser Hinsicht nicht gerade verwöhnten Kassenwart der Preussen zufrieden gestellt haben dürfte.