In einem für beide Mannschaften immens wichtigen Spiel blieb der SV Fortuna dank eines Tores von Christof Augenstein 1:0-Sieger über die Gäste aus Mechau. Nach einer verunglückten Flanke des Rechtsverteidigers der Magdeburger warf sich der Schlussmann der SG Eintracht Mechau in der 18. Spielminute den Ball selbst ins Tor und hielt so die Neustädter im Rennen um den Verbandsliga-Aufstieg.

Eichenweiler. Was die Gäste aus der Altmark vorhatten, konnte man einem Kommentar des Trainers nach dem Führungstreffer für die Hausherren entnehmen: "Hoffentlich brechen wir jetzt nicht auseinander." Die Mechauer bauten 35 Meter vor ihrem Tor einen Abwehrriegel auf, gegen den der Angriff der Gastgeber kein probates Mittel fand. Zudem gelang es der Hoof-Elf nur selten, den Gegner mit aggressivem Pressing unter Druck zu setzten, so dass die Altmärker stets über ihre lang nach vorn geschlagenen Bälle gefährlich blieben. Daraus resultierten früh gute Torchancen für die Brandt-Elf.

Die erste Möglichkeit machte der heraus geeilte Keeper Heinrich 25 Meter vor dem Tor zunichte. Bei der folgenden Chance war der Fortuna-Torwart bereits geschlagen, aber der Lupfer des Mechauers Schwan verfehlte um Zentimeter das Tor. Brenzlig im Gästestrafraum wurde es nach zehn Minuten im Anschluss an einen Suchanek Freistoß, den ein Verteidiger der Gäste knapp über das eigene Gehäuse köpfte. Acht Minuten später trieb Augenstein den Ball unbedrängt in die gegnerische Hälfte und wollte das Spielgerät aus dem Halbfeld in den Sechzehner flanken. Die verunglückte Hereingabe nahm der Mechauer-Keeper Mette auf und zum Erstaunen aller Beteiligten, warf er sich das Leder über die Schulter ins Tor.

In der 28. Spielminute hätte Weiß den Gästen den Knockout verpassen können, aber sein überhasteter Torabschluss aus 12 Metern ging neben das Tor. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hätten die Mechauer den Ausgleich erzielen müssen, scheiterten aber an ihrem eigenen Unvermögen (41.).

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel nicht besser. Mechau stand massiert in der Abwehr und lauerte auf Fehler der Fortunen im Spielaufbau.

Durch zahlreiche Unkonzentriertheiten und haarsträubende Fehler im Spielaufbau hielten die Fortunen die Mechauer im Spiel. Daraus ergaben sich drei klare Einschussgelegenheiten für die Gäste, die jedoch nicht genutzt wurden (50., 80., 85.). Die Hausherren erarbeiteten sich durch Weiß und Wichmann, jeweils durch den starken Engelmann eingeleitet, gute Gelegenheiten (53., 87.). Allerdings zeigten sich die Neustädter auch im Angriff zu unkonzentriert und inkonsequent, so dass es bei der knappen Führung blieb. Bestes Beispiel für die mangelnde Konzentration der Fortunen war die Torchance für Baptist in der 81. Spielminute, der den Ball aus zehn Metern freistehend nicht im Gehäuse unterbringen konnte.

Fortuna: A. Heinrich – Döring, Rappholz, Kreibe, Augenstein (66. Schönijahn), Suchanek, Nagel, Engelmann (90. Schmelzer), Weiß, Spieler (71. Baptist), Wichmann.