Nachdem die HSC-Zweite in beiden Pokalspielen jeweils als Sieger das Parkett verließ, reichte es im Punktspiel der Sachsen-Anhalt-Liga trotz einer zwischenzeitlichen Elf-Tore-Führung nur zu einem 33:33-Unentschieden. Dadurch sicherte sich das punktgleiche Gräfenhainichen unter Berücksichtigung der direkten Vergleiche den Titel, während der HSC-Reserve das Double versagt blieb.

Magdeburg (jae). Dabei begann das Spiel für den Tabellenführer äußerst vielversprechend. Obwohl mit Jana Mracek, Sabrina Sellaoui, Cindy Fliess, Vivien Garz und Romy Lampe gleich fünf Spielerinnen verletzungsbedingt fehlten, waren die Stadtfelderinnen in der ersten Halbzeit den Irxleberinnen klar überlegen. So erspielte man sich bis zur 13. Minute schon eine deutliche Führung (12:3), die man bis zum 8:19 sogar auf elf Tore ausbaute. Doch schon zum Ende der ersten Halbzeit zeigten die Gastgeberinnen, dass sie sich trotz des miserablen Starts nicht einfach so ergeben wollten und verkürzten bis zum Pausenpfiff auf 13:21.

Was in der zweiten Halbzeit dann passierte, kann man auf Seiten der Landeshauptstädterinnen wohl immer noch nicht erklären. So verkürzten die Gastgeberinnen weiter auf 16:21. Dieser Fünf-Tore-Vorsprung der Bandits hatte allerdings bis zum 24:29 weiter Bestand. Doch in der Folgezeit nahm das Unheil seinen Lauf. Während bei der Aebi-Sieben nun gar nichts mehr lief, schienen die Irxleberinnen ihre allerletzten Kraftreserven zu mobilisieren. Dadurch kämpfte sich die Görlich-Sieben immer näher heran und warf drei Sekunden vor Ultimo den vielumjubelten 33:33-Ausgleichstreffer, welcher die Bandits ins Tal der Tränen schickte.

"Das war schon eine sehr enttäuschende zweite Halbzeit. Mal abgesehen von den äußeren Faktoren, das Aussetzen der Hallenuhr kurz vor Ende der ersten Halbzeit, der nicht anwesende Zeitnehmer und die beiden aufeinanderfolgenden Strafwurfentscheidungen plus jeweiliger Zeitstrafe in den letzten beiden Minuten, hoffe ich, dass ich so etwas nicht noch einmal erlebe. Wir sind an diesem Unentschieden und der damit verpassten Meisterschaft ganz alleine Schuld. Man darf dieses Spiel, welches wir in den ersten 20 Minuten absolut beherrscht haben, in keinster Weise so aus der Hand geben. Der Glückwunsch geht nach Irxleben zum verdienten Punktgewinn und nach Gräfenhainichen zur Meisterschaft. Es ist sehr schade, dass diese sehr junge Mannschaft sich am Ende um den mehr als verdienten Lohn bringt", war das abschließende Fazit des sichtlich enttäuschten HSC-Trainers Jens Aebi.

HSC 2000 II: Bormann, Hache – Heimburg 7, Nösel 4, Klöppel 2, Kumpf 5, Franke 2, Lüter 2, Degen 2, Els 6, Kracht 3.