Magdeburg (ema). Durch einen verdienten 19:7-Sieg gegen den Karlsruher SV sicherte sich die Rugby Legion Magdeburg am vergangenen Samstag den dritten Platz beim traditionsreichen Braunschweiger Rugby-Turnier "Kampf in den Mai".

Zunächst starteten die Elbestädter, die im Rahmen der Vorbereitung zur europäischen Hochschulmeisterschaft ausschließlich mit Studenten in die Welfenstadt gereist waren, verheißungsvoll in das gut besetzte Turnier. Gegen den Auftaktgegner Bad Soden gelangen in den zweimal sieben Minuten Spielzeit sehr gute acht Versuche, von denen jedoch nur einer erhöht werden konnte, was in der Addition ein Ergebnis von 42:0 bedeutete.

In ihrem zweiten Spiel des Tages trafen die Elbestädter auf die Adler Kiel, gegen die man im Vorjahr in einem äußerst dramatischen Finale die German University Open gewann. Diesmal verlief die Angelegenheit aus Sicht der Magdeburger mit einem 21:0-Erfolg klarer, so dass die Landeshauptstädter dem letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Braunschweig optimistisch entgegen sahen.

Doch statt sich ihrer spielerischen Stärken zu besinnen und Räume zum Durchbruch zu suchen, ließen sich die "Legionäre" das äußerst physische Spiel der Welfen aufzwängen und verwickelten sich immer wieder in kraftraubende Zweikämpfe. Am Ende einer wahren Rugbyschlacht konnte der Gastgeber einen etwas zu hohen 38:14-Sieg feiern und schickte die Magdeburger als Gruppenzweiter ins Halbfinalduell gegen die Universität Göttingen.

Gewillt, die "Schmach" der deutlichen Niederlage vergessen zu machen, belagerten die Sachsen-Anhalter von der ersten Spielminute an das Malfeld der Niedersachsen, ohne jedoch Punkte zu erzielen. Wie so oft rächt sich im Sport das eigene Unvermögen und die Legionäre mussten sich am Ende, trotz klarer Überlegenheit, mit 7:14 geschlagen geben.

Die anschließende wütende Ansprache von Mannschaftskapitän Eric Mau schien aber Wirkung zu zeigen. Würdevoll eroberten die Magdeburger mit einem klaren Sieg im kleinen Finale gegen Karlsruhe den Pokal für den Drittplatzierten. Den Turniersieg sicherte sich die Universität Göttingen, etwas überraschend aber verdient, mit einem 19:12 Sieg gegen die Gastgeber. Den Wettbewerb der Damen gewannen die Spielerinnen aus Kiel vor den Rugbysektionen des FC St. Pauli und der SG Eintracht Frankfurt.

Rugby Legion Magdeburg: Khevadegiani, Klassen, Knittl, Koehne, Kramer, Mau, Peters, Proctor, Scholz, Smith, Weckheuer.