Stadtfeld. Die strapaziöseste Ballnacht der bisherigen zwölf Magdeburger Mitternachtsturniere im Tischtennis-Doppel ist Geschichte. Mit der Rekordbeteiligung von 35 Doppeln erlebten die Teilnehmer und Gastgeber eine Nacht ohne Ende und Gnade. In zwölf Stunden wurden fast 300 Spiele absolviert. Allein 12 bis 14 mal mussten die Hauptdarsteller zum Drei-Satz-Match an die Tische. Kein Wunder, dass die Seele bis zum Anschlag kochte.

Wenn das Starterfeld dennoch diese enormen Anforderungen bewältigte, dann vor allem deshalb, weil es beträchtlich jünger war, als in den Vorjahren und sich stressresistenter und konditionsstärker präsentierte. Außerdem war nicht zu übersehen, dass sich die Oberliga-Erfahrungen der Stadtfelder immer nachhaltiger in ihrer Spielweise und Spielgestaltung niederschlagen.

Das widerspiegelte sich vordergründig in den Gruppenspielen, den Haupt- und Endrundenkämpfen, die mehrheitlich von ihnen dominiert wurden. Diese Erfahrung musste auch das Erfolgsdoppel vergangener Jahre, Puritz/Lehmann vom TuS Haldensleben, machen, denen der Einzug in die Endrunde durch eine 2:3-Niederlage gegen Bördes Landes-liga-Duo Wilckens/Hoppe verbaut wurde. Auch weitere Doppel wie Reimann/Christ (Börde/Rogätz), Buchheim/Edeling und Käther/Reek (Haldensleben) sowie Schüttig/K. Bauske (Börde) deuteten ihr Können an.

Besonders verbissen ging es natürlich in der Endrunde zur Sache. Hier gelang dem Börde-Doppel Steffen Burkhardt/Volker Junge die fast sensationelle Überraschung, als sie die favorisierten Vorjahressieger Richard Köhler/Christoph Peruth (Börde/Diesdorf) glatt 3:0 aus dem Rennen warfen und ins begehrte Finale einzogen. Dasselbe gelang auch dem anderen Börde-Doppel Jens Köhler/Sascha Kersten, die sich mit 3:0 gegen Stefan Bindemann/Oliver Triemer (Bismark/Börde) durchsetzten und für ein reines Vereinsfinale sorgten.

Dazu sollte es aber nicht mehr kommen. Der stattliche Gewinner-Pokal mit Prämie ging kampflos an Burkhardt/Junge, da die Konkurrenten wegen Dienstbeginn von Jens Köhler nicht mehr antreten konnten und mit dem Silberrang und kleinerer Auszeichnung vorlieb nehmen mussten. Bronze ging an die Kombination Stefan Bindemann/Oliver Triemer, die im Platzierungsspiel 3:0 gegen Richard Köhler/Christoph Peruth erfolgreich blieb.

Auch auf der Verliererseite schenkten sich die 18 mitwirkenden Doppel nichts. Am Ende aber hatte auch hier das Börde-Duo Peter Bauske/Tobias Edel die Nase vorn und besiegte die Ortsnachbarn Bratzke/Bethge aus Biederitz mit 3:1.