Magdeburg (smu). Als Schiedsrichter Alexander Kroll (Thale) am vergangenen Freitagabend auf der Sportanlage in Völpke das Fußball-Verbandsligapunktspiel zwischen dem gastgebenden TSV und dem MSV 90 Preussen abpfiff, rissen die Magdeburger jubelnd die Arme hoch. Völlig verdient, wenn auch knapp, siegten sie nach einem Tor von Nils Oliver Göres in der 55. Spielminute mit 1:0 (0:0).

Auch Preussen-Trainer Dirk Hannemann war zufrieden: "Ein völlig verdienter Sieg meiner Mannschaft. Bis auf die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte, als wir zwei Chancen der Gastgeber zuließen, standen wir sicher. Bei konsequenter Chancenverwertung wäre ein deutlich höherer Sieg möglich gewesen."

Die von Hannemann angesprochene Chancenverwertung war der einzige, kleine Wermutstropfen in diesem Spiel. Nach immer wieder schnell und druckvoll vorgetragenen Angriffen, hebelten die Magdeburger die Völpker Abwehr um ihren Chef und Kapitän Ingo Hermanns ein ums andere Mal aus, kamen immer wieder zum Abschluss, hatten ihre Schussstiefel dann aber nicht richtig geschnürt. So wurden insgesamt zehn "Riesen" notiert, bei denen das Tor knapp verfehlt wurde oder Völpke-Keeper Tenneberg zur Stelle war. Als die Kugel in der 21. Minute, von Steve Röhl geschossen, im Netz zappelte, entschied der Schiedsrichter, nach Zeichen seines Assistenten Sven Nilson, der allerdings einen Verteidiger der Hausherren übersah und somit völlig daneben lag, auf Abseits.

Auf der Gegenseite hatte Christoph Juckelandt im Tor der Preussen einen recht ruhigen Abend. Bis auf einen Kopfball von Jan Küllmei (35.), der nur an die Querlatte ging und einen Schuss des agilen Marco Behse (40.), den er per Fußabwehr entschärfte, blieb er fast beschäftigungslos. Ab der 40. Minute hatte die Hausherren keinen Torschuss mehr, da die Preussen kompromisslos im Defensivverhalten arbeiteten und alle Völpker Bemühungen im Keim erstickten. "Wir haben kompakt gestanden und sehr konzentriert gespielt.", beschrieb Preussen-Kapitän Stefan Mensch die erlebten 90 Minuten.

Im Abwehrverbund spielte diesmal von Beginn an Christian Behr. Nach einer schweren Verletzung in der vergangenen Saison absolvierte er, nach einem Kurzeinsatz im letzen Spiel, die erste Partie über die volle Distanz im Verbandsligateam.

Aus dem Preussen-Lazarett gibt es keine neuen Nachrichten. Neben Aldo Schmeil, für den die Saison nach einer Fußverletzung bereits beendet ist, stehen auch Antonio Hitzing, Marcel Scheinhardt sowie Niels Karlowsky nicht zur Verfügung.