Die U 23 des 1. FC Magdeburg bleibt weiter auf Meisterschaftskurs. Gestern Nachmittag setzte sich die Middendorf-Elf im Verbandsliga-Derby gegen den MSV Preussen mit 3:0 (1:0) durch.

Cracau. Das Spiel fand in der ersten Halbzeit über weite Phasen nur zwischen den Strafräumen statt, nahm erst kurz vor der Pause Fahrt auf. Als Preussen-Kapitän Mensch den starken Pascal Matthias im Strafraum umstieß, zeigte Schiedsrichter Plaue sofort auf den Punkt und der Gefoulte ließ sich die Chance nicht entgehen - 1:0 (41. Minute). Auch nach dem Seitenwechsel erwies sich die Offensive der Preussen als nicht durchschlagskräftig. Den Sudenburgern steckte offensichtlich noch das Freitagspiel gegen Naumburg in den Knochen.

Die beste Gelegenheit hatte noch Siemke, gegen den Loth auf der Linie rettete (60.). Meran sollte bei den Gästen für mehr Druck sorgen, musste aber neun Minuten nach seiner Einwechslung verletzt wieder raus. Gerade als die Sudenburger dennoch etwas mehr Zug zum Tor entwickelten, folgte die nächste kalte Dusche. Mensch foulte ungestüm Instenberg. Matthias scheiterte zwar anschließend vom Elfmeterpunkt an Preussen-Keeper Juckelandt, doch im Nachschuss traf Glage zum 2:0 (77.).

Den Schlusspunkt unter die ziemlich einseitige Partie setzte nur eine Minute später Tietz, der, mustergültig vom Matthias per Seitenwechsel bedient, freie Bahn hatte und zum 3:0-Endstand einschoss (78.). Flückiger musste in der Schlussminute einer insgesamt fairen Partie bei einem Siemke-Freistoß noch einmal nachfassen, dann stand der jederzeit verdiente Erfolg der Blau-Weißen fest.

"Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Die erste Halbzeit haben wir klar dominiert, in der zweiten das Spiel etwas aus der Hand gegeben", so FCM-Trainer Mario Middendorf, der sich ausdrücklich bei Nachwuchsleiter Carsten Müller dafür bedankte, dass trotz des Spiels der Ersten in Wolfsburg mit Instenberg, Matthias, Gewelke und Verkic vier Regionalliga-Akteure in der Anfangsformation standen. Preussen-Coach Dirk Hannemann redete nicht lange um den heißen Brei herum: "Die Kraft reichte offensichtlich nicht für zwei Spiele aus. Der FCM war in der ersten Halbzeit klar überlegen, beim Elfer stellen wir uns zu glatt an. Der zweite Strafstoß hat uns dann das Genick gebrochen."